Hallstadt
Stadtentwicklung

Hinter der Marktscheune in Hallstadt soll ein Park entstehen

Hallstadts Neue Mitte: Bei der Marktscheune ist neben einem Wohnquartier eine grüne Oase geplant.
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Hier ist Schluss! Zumindest so lange, bis Wohnquartier und Stadtpark realisiert sind, dann wird der Weg angebunden. Foto: Anette Schreiber
Hier ist Schluss! Zumindest so lange, bis Wohnquartier und Stadtpark realisiert sind, dann wird der Weg angebunden. Foto: Anette Schreiber
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Hinter der Marktscheune ist erst einmal Schluss. Der kleine, von Bepflanzung gesäumte Weg an der Südseite führt direkt an ein Metallgitter. Dahinter: Gärtnerflächen und ein Kran, der von Bautätigkeit kündet. Weitere Kräne werden folgen. Sind auch die wieder weg, dann verschwindet der Zaun und Hallstadts Mitte hat eine Oase, ein grünes Herz, an das sich neuer Wohnraum für 50 bis 70 Menschen anschließt. Eine Verbindung dorthin schafft neben weiteren der Weg an der Marktscheune, der im Moment als Sackgasse am Gitter endet.

"Bis aus Ideen ein Plan und aus dem Plan Realität wird, das dauert", gibt sich Hallstadts Bürgermeister Thomas Söder (CSU) geduldig. Seit sieben Jahren läuft in Hallstadt die nächste Ära der Städtebaupropjekte unter dem Programm-Titel "Leben findet Innen-stadt".

Bis jetzt sind schon 15 Millionen Euro in die Weiterentwicklung geflossen, mit "nicht unerheblichen Zuschüssen", wie Söder zufrieden feststellt. Als prominentestes Objekt steht seit einem Jahr das Leuchtturm-Projekt Marktscheune in Hallstadts Zentrum. Realisiert wurde aber auch das AWO-Kinderhaus gleich in der Nähe. "Man sieht, es bewegt sich was", freut sich das Stadtoberhaupt. Verbunden mit dem Dank an die engagierten Bürger, die sich bei vielen Arbeitskreisen und Workshops in die Gestaltung des neuen Hallstadts aktiv mit einbringen.
Etliches ist am Laufen, angeschoben oder in Vorbereitung.

Die Marktplatz-Neugestaltung und die der Lichtenfelser Straße etwa befinden sich derzeit in der heißen Phase vor der Umsetzung. Und doch richtet Söder den Blick schon auf die folgenden Projekte. Damit meint er nicht die Artothek in der Fischergasse, die planerisch auch in trockenen Tüchern ist. Er meint den Park hinter der Marktscheune. "Zu einer Stadt gehört ein Park", findet er. Gerade im Zentrum. An den Rändern der Stadt ist es grün, öffentliches Grün im Herzen ein Muss.

Durchgesetzt hat sich mittlerweile unter den verschiedenen Vorschlägen die Variante mit Elipsenform. Bäume und Ruhebänke sowie ein Wasserelement sollen auf rund 2500 Quadratmetern Aufenthaltsqualität schaffen, Begegnung ermöglichen. Denn parallel dazu wird ein Wohnquartier entstehen, für das die Bamberger Joseph-Stiftung als Bauträger gewonnen werden konnte. 25 Wohneinheiten darunter sechs Reihenhäuser, sollen Raum für 50 bis 70 Menschen schaffen, gibt Bürgermeister Söder die Ziele wieder. Verbunden mit der Schaffung von Sozialwohnraum. Es steht eine Gesamtfläche von rund 3000 Quadratmetern zur Verfügung.

Dieses neue Quartier sei sozusagen eine Nachverdichtung im Ortskern, macht Söder deutlich. Damit reagiere die Stadt auch auf die zahlreichen Nachfragen nach Wohnraum in der so nah am Weltkulturerbe gelegenen Hallstadt. Stichwort Nähe: Die kurzen Wege im Stadtzentrum sollen den Bewohnern entgegen kommen. Ebenso wie den Älteren aus dem nahen Seniorenzentrum.


Ende 2018 bezugsfertig

Und der Zeitplan für Park und neuem Wohnquartier? "Ende 2018 soll das Quartier bezugsfertig sein."

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