Röbersdorf
Feuer

Waldbrand bei Röbersdorf: Der nahe Weiher war ein Glücksfall

Bei Röbersdorf ist es am Dienstagnachmittag zu einem Waldbrand gekommen. Ein etwa 100 Quadratmeter großes Stück Wald stand in Flammen.
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Feuerwehrleute löschen den Waldbrand bei RöbersdorfFoto: News5
Feuerwehrleute löschen den Waldbrand bei RöbersdorfFoto: News5
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Der Weiher war ein echter Glücksfall, der vermutlich einen größeren Waldbrand verhindert hat. Dienstagnachmittag brannte beim Hirschaider Gemeindeteil Röbersdorf, nahe der B 505 ein Waldstück. Nur fünf Minuten nach dem ersten Alarm waren die Röbersdorfer Brandschützer am Einsatzort. Weil sich gleich in der Nähe ein kleiner Weiher befindet, war die Wasserzufuhr dank des üppigen Wasserresservoirs schnell gesichert.
Wie Kreisbrandmeister Konrad Schmaus dazu ausführt, stellt das Verlegen von vielen und vor allem oft langen Leitungen bei Waldbränden die große Herausforderung dar. Im Fall Röbersdorfs waren die Wege kurz. Ein Glücksfall, insbesondere angesichts der momentanen extremen Trockenheit.

Mit etwa 20 Aktiven und drei Einsatzfahrzeugen war die Röbersdorfer Feuerwehr vor Ort. Unterstützung erhielt sie von Kollegen aus Sassanfahrt und Rothensand, so dass insgesamt 60 Aktive im Einsatz waren.
Nach einer Stunde war das Feuer gelöscht. Allerdings sahen die Brandschützer noch zwei weitre Mal nach, um sicher zu gehen, dass die Brandgefahr komplett gebannt war.

Weil in der Hauptsache wohl schon längr gelagertes Geäst und Balken brannten, geht die Polizei von einem Kleinschaden aus. Insgesamt war eine Fläche von etwa 100 Quadratmetern Wald betroffen. Details sind noch abzuklären.

Leichtsinn als Ursache?

Die Brandursache, so wird vermutet könnte letztendlich in Leichtsinn, wie einer achtlos weggeworfenen Zigarettenkippe liegen. Denn der Brand ereignete sich in der Nähe eines viel frequentierten Waldweges.

In Bayern gilt derzeit die zweithöchste Waldbrandstufe (Stufe 4). Die jeweilige Stufe lege im Übrigen der Deutsche Wetterdienst fest, so Klaus Schmitt von der Polizei. Wenig bekannt sein dürfte, dass laut Waldgesetz das Rauchen im Wald in der Zeit zwischen 1. März und 31. Oktober verboten ist. Wird man erwischt, zieht das eine Geldbuße nach sich. Hat man gar einen Brand verursacht, muss man damit rechnen, den Schaden und die Kosten des Feuerwehreinsatzes zahlen zu müssen, informiert Schmitt.

Die Feuerwehr warnt außerdem: Beim Parken in Wald-, Feld- oder Wiesennähe kann auch der heiße Auspufftopf Flächenbrände auslösen. Wie Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann weiter zu dieser Thematik und Problematik ausführt, sei wohl den meisten die Waldbrandgefahr im Hochsommer bekannt. Im Frühjahr hingegen weniger. Aber wenn dieses nur wenige bis keine Niederschläge hatte, dann ist die Waldbrandgefahr genauso groß wie etwa im August.

Schwerarbeit

Im leichten, trockenen Waldboden wandern die Glutnester. Was für die Feuerwehr Schwerarbeit bedeute, weil sie unter anderem den Boden aufhacken muss. Die Feuerwehren sind zwar für Waldbrände gerüstet: Wechsellade systeme machen den Transport größerer Wasservolumen möglich. Dennoch: "Waldbrände sind besondere Herausforderungen", weiß der Kreisbrandrat.


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