Meedensdorf
Verkehr

Vorsicht, (Radar-)Falle!

Fabian Pflefka hat eine Internetseite ins Leben gerufen, auf der sich Autofahrer gegenseitig vor Kontrollen und Gefahren in Stadt und Landkreis Bamberg warnen können.
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"Achtung, Blitzer wird aufgebaut!" So wird  auf   www.facebook.com/BlitzerBambergundLandkreis gewarnt. Foto: Roland Weihrauch / dpa
"Achtung, Blitzer wird aufgebaut!" So wird auf www.facebook.com/BlitzerBambergundLandkreis gewarnt. Foto: Roland Weihrauch / dpa
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Blitzermeldungen schnell und effektiv an andere Verkehrsteilnehmer weitergeben - das ist das Ziel von Fabian Pflefka (19) aus Meedensdorf. Im Sommer 2011 gründete er deshalb eine Facebook-Seite, auf der er, aber auch andere Autofahrer auf Blitzer hinweisen können. Offenbar gibt es viele Verkehrsteilnehmer aus Bamberg und dem Landkreis, die sich über die Seite gefreut haben, denn sie wird bereits fleißig genutzt: Das Ziel von 4000 Nutzern bis Ende des Jahres 2011 wurde um mehrere Hundert überschritten. Die Radiostationen Radio Bamberg und Radio Galaxy dienen ebenfalls als Quelle für die Standorte der ungeliebten Blitzer.

Fabians Aufgabe ist es, die Seite zu verwalten. Unterstützt wird er dabei von Mitbegründer Michael Geu ß (19 Jahre), Svenja Weiser (19) und Julian Brehm (21), der sogar in seiner Freizeit auf "Blitzerjagd" geht und Photos ins Internet stellt.

Glatteis und tote Tiere


"Gurt- und Handy-Kontrolle Kreuzung Ottokirche Richtung Königstraße" ist beispielsweise auf der Plattform zu lesen. Es folgt die Beschreibung des Zivilfahrzeugs der Polizei. Nicht nur Blitzer finden ihren Weg auf die Seite, sondern auch vor Glatteis, Unfällen und toten Tiere auf der Fahrbahn wird auf der Facebookseite gewarnt. "All diese Meldungen tragen genauso wie die Blitzerwarnungen zu einem sicheren Verkehrsumfeld bei", meint Fabian Pflefka.

Für den Jura-Studenten besteht der Hauptvorteil gegenüber den Blitzermeldungen im Lokalradio in ihrer Schnelligkeit: "Wenn jemand einen Blitzer entdeckt, kann er ihn sofort auf die Seite stellen. Dort bleibt der Vermerk gespeichert und kann auch noch später gelesen werden. Wenn man im Radio die Blitzer verpasst, hat man Pech gehabt."

Polizei hat keine Einwände


"Die Leute, die Blitzer ins Internet stellen, hindern die Polizei nicht bei der Arbeit. Blitzer-meldungen sind mittlerweile schon Usus, egal ob im Radio oder im Internet", erklärt Bernhard Morper, stellvertretender Dienststellenleiter der Verkehrspolizeiinspektion Bamberg. Im Endeffekt ginge es ja beiden Seiten um vorsichtiges und langsameres Fahren. "Außerdem beeinflussen Blitzer-meldungen den Messbetrieb ohnehin eher wenig, da die Leute die Warnungen oft nicht wahrnehmen und dann dennoch bei zu schnellem Fahren erwischt werden", meint Uwe Gemeinhardt, Leiter der zentralen Verkehrsaufgaben.

Nie während der Fahrt tippen


Wichtig ist, die Warnung an die anderen Autofahrer nicht während der Fahrt auf die Seite zu schreiben. "Rechts ran fahren oder zu Hause die Meldung ins Netz stellen", rät Fabian Pflefka.

Er betont außerdem, dass er und seine Freunde auf der Seite der Blitzer stehen: Ziel ihrer Internetseite sei es, die Menschen zu einer umsichtigen Fahrweise zu bewegen. Die genaue Adresse, unter der man die Blitzer meldungen sehen kann, lautet www.facebook.com/BlitzerBambergundLandkreis .

Sie kann auch genutzt werden, ohne Mitglied bei facebook zu sein, allerdings kann es dann manchmal zu Unterbrechungen kommen, die durch erneutes Einwählen auf die Seite behoben werden können.

Von Laura Körber

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