Ampferbach
Kreismusikfest

Voller Klang in Ampferbach

Der Ort im Steigerwald erlebte zum 50-jährigen Bestehen der Ebrachtaler Heimatklänge einen Ansturm der Musiker. 50 Vereine strömten herbei, um die Gastgeber zu feiern.
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Kreisdirigent Josef Gentil dirigiert auf dem Sportplatz den großen Gemeinschaftschor. Foto: Barbara Herbst
Kreisdirigent Josef Gentil dirigiert auf dem Sportplatz den großen Gemeinschaftschor. Foto: Barbara Herbst
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Ein noch nie da gewesenes Fest in der Vereinsgeschichte war das ambitionierte Ziel der jungen Vorstandschaft - und dies wurde am vergangenen Wochenende voll erfüllt. Mit einem Kreismusikfest feierten die Ebrachtaler Heimatklänge Ampferbach mit Musikern aus Franken und Tirol sowie vielen Gästen ihr 50-jähriges Bestehen.

Am gesamten Wochenende war viel geboten. Am Freitag- und Samstagabend steppte im Festzelt buchstäblich der Bär, wie Schirmherr Georg Bogensperger die Stimmung beschreibt. Auch Vereinsvorstand Sebastian Selig freute sich über den Anklang, den das Festwochenende bei den Gästen und den Burgebrachern fand. Sein persönlicher Höhepunkt war der Festzug am Sonntag: "Wir haben im Vorfeld über 90 Vereine angeschrieben und zum Festzug eingeladen und gedacht, wenn ein Drittel davon kommt, sind wir gut dabei." Doch es kam noch besser. Mit 50 Vereinen zog der Festzug bunt und klingend am Sonntag durch die Straßen.

"So einen Umzug haben Ampferbach und Dietendorf noch nie gesehen", schwärmt Altbürgermeister Georg Bogensperger. Nicht zuletzt sorgten auch die vielen Zuschauer, die fast die komplette Wegstrecke des Festzuges säumten und anschließend mit auf das Festgelände strömten, für die begeisternde Stimmung.

Wie bei einem Kreismusikfest üblich, war der große Höhepunkt der Gemeinschaftschor, bei dem alle Musiker gemeinsam nicht nur zwei feierliche Stücke, sondern auch die Bayernhymne und die Deutsche Nationalhymne spielen. Am Dirigentenstab wechselten sich Kreisdirigent Josef Gentil und die beiden Ehrendirigenten der Ebrachtaler Heimatklänge, Georg Heidenreich und Karl Berberich, ab. Auf Grund der großen Hitze auf dem schattenlosen Sportplatz hielten die Ehrengäste Landrat Johann Kalb (CSU) und Bürgermeister Johannes Maciejonczyk (CSU) ihre Grußworte entsprechend kurz. Thomas Silberhorn (CSU), Parlamentarischer Staatssekretär, kam mit nur einem Satz aus: "Ich liebe euch alle."

Schirmherr Georg Bogensperger, der selbst in den 70er- und 80er-Jahren Posaune bei den Ebrachtalern spielte, formulierte in seinem Grußwort seine Freude darüber, dass aus der damaligen Kapelle ein so großes Orchester geworden sei, mit vielen jungen Leuten, die viel Spaß an der Musik und der Gemeinschaft haben, wie das Wochenende zeige.

"Besser denn je"

Angelika Becher, Vorsitzende der Kreisverbandes Bamberg des Nordbayerischen Musikbundes, beglückwünschte die Ebrachtaler Heimatklänge, denn anders als viele Schlagersänger von vor fünfzig Jahren "ist der Verein trotz Höhen und Tiefen nicht in der Versenkung verschwunden, sondern spielt immer noch in der Hitparade der Blasmusik im Landkreis Bamberg mit und präsentiert sich im Jubiläumsjahr besser denn je." Voll des Lobes war sie für die perfekte und umsichtige Organisation der Gastgeber.

Nach einem Jahr Vorbereitung und einem Wochenende Kreismusikfest wird es bei den Organisatoren noch ein paar Tage dauern, bis die Normalität wieder einkehrt. Am Montag gab es für die insgesamt 150 Helfer noch ein gemeinsames Dankes-Essen, bevor Dienstag und Mittwoch das Festzelt wieder abgebaut wird. Sebastian Selig freut sich in seinem Resümee nicht nur über das erfolgreiche Festwochenende, sondern auch über die spontane Hilfsbereitschaft: "Unsere Mitglieder und unglaublich viele Ampferbacher und Dietendorfer, die sonst nichts oder nur wenig mit dem Verein zu tun haben, haben uns unterstützt. Das Fest hat die Dorfgemeinschaft noch mehr zusammengeschweißt."

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