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Mürsbach
Militär

Voll Biss und ohne Durchhänger

Beim 12. Itzgrundmarsch in Mürsbach bewiesen US-Militärs sowie Soldaten und Reservisten der Bundeswehr, wie effektiv Nato-Verbände zusammenarbeiten können. Den Männern wurde physisch und mental einiges abverlangt.
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Mit letzter Anstrengung ans rettende Ufer - Staff Sergeant Morris Moore bei seiner Übung auf dem einfachen Seilsteg über die Itz.
Mit letzter Anstrengung ans rettende Ufer - Staff Sergeant Morris Moore bei seiner Übung auf dem einfachen Seilsteg über die Itz.
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Realitätsnahe Situationen im Einsatz und zweisprachig in Zusammenarbeit mit dem Nato-Partner US-Armee bildeten den Schwerpunkt der Aufgabenstellung beim 12. Itzgrundmarsch für Reservisten. Die Reservistenkameradschaft Mürsbach war Ausrichter.

Auf der Nähe zur Realität im Einsatz liegt auch das Augenmerk bei der Ausbildung der Bundeswehrsoldaten und der Weiterbildung der Reservisten; neben der Vermittlung der soldatischen Fertigkeiten Orientierung im Gelände, Taktik, Waffenkunde, physische Leistungsfähigkeit sind heute weitere Kenntnisse für die Sicherheit der Soldaten bei internationalen Einsätzen unabdingbar.

In gemischten Mannschaften

Beim zwölften Itzgrundmarsch in Mürsbach erbrachten die Reservisten der Kreisgruppe Oberfranken-West des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) an acht Stationen den Nachweis ihrer Einsatzbereitschaft.
Gemischte Mannschaften aus Bundeswehr-Reservisten und Soldaten der US-Armee arbeiteten zusammen, so werden gemeinsame Nato-Einsätze simuliert.

Erstaunt zeigten sich die Teilnehmer nach dem Wettkampf über die unterschiedliche Ausbildung und Befehlsstruktur im Vergleich beider Armeen. Damit war das Ziel "Kennenlernen und Erfahrungsaustausch von Angehörigen zweier Nato-Armeen" erreicht.

Maßnahmen zur Ersten Hilfe gehören zum Spektrum soldatischer Grundfertigkeiten ebenso wie die körperliche Fitness. Kraft und Koordination mussten die Reservisten beim Überwinden der Hindernisbahn sowie des einfachen Seilstegs über der Itz und beim "Übersetzen mit dem Boot" (500 Meter auf Zeit) beweisen.

Theorie und Praxis

Beim Handgranatenzielwurf und am Schießstand waren klassische militärische Fähigkeiten gefragt, während die bilinguale Beantwortung von sicherheitspolitischen Fragen das Wissen über Nato-Vokabular erforderte. Auch nach dem Namen des oberfränkischen Bundesministers wurde gefragt, denn Hans-Peter Friedrich ist als Bundesinnenminister unter anderem für sicherheitsrelevante Fragen zuständig und kann die Bundeswehr für Katastropheneinsätze im Inland anfordern.

Als Sieger konnte Major d. R. Hans-Georg Simon am Ende die gemischte Mannschaft der RK Bamberg und SK Kübelstein sowie die U.S.-amerikanischen Kameraden der Kompanie 173 BSB SSG beglückwünschen. Die Ränge zwei und drei belegten zwei Mannschaften der RK Knetzgau zusammen mit US-Soldaten der 173 BSB und der 630. Kompanie der Military Police. Sabina Sitzmann-Simon


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