Oberhaid
Verkehrsunfall

A70 bei Bamberg: Fahrer stellt sich nach Unfallflucht - Frau verletzt zurückgelassen

Bei einem Unfall auf der A70 bei Bamberg ist der Fahrer vom Unfallort geflohen. SeineFrau ließ er schwer verletzt zurück.
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Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A70 bei Staffelbach (Oberhaid) ist laut Nachrichtendienst "News5" der Unfallverursacher geflohen. Die Beifahrerin wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Foto: News5/ Merzbach
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A70 bei Staffelbach (Oberhaid) ist laut Nachrichtendienst "News5" der Unfallverursacher geflohen. Die Beifahrerin wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Foto: News5/ Merzbach
Der Fahrer, der nach einem schweren Verkehrsunfall auf der A70 bei Staffelbach im Landkreis Bamberg in Oberfranken am Sonntagabend (14.Mai) abgehauen war, hat sich am Montagnachmittag bei der Verkehrspolizei Bamberg gestellt.


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In der Vernehmung räumte er laut Polizei ein, aktuell nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein. Dies habe ihn aber nicht darin gehindert, sich ans Steuer zu setzen. Der Grund, warum er seine Frau am Unfallort zurückgelassen hat, ist laut der Verkehrspolizei jedoch noch weiter zu ermitteln. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der Fahrer nach seiner Vernehmung entlassen.


Mann ließ Frau nach dem Unfall schwer verletzt zurück

Nach dem Unfall hatten Einsatzkräfte die Umgebung abgesucht, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der 35 Jahre alte Unfallfahrer orientierungslos war. Allerdings deutete für die Verkehrspolizei Bamberg bereits am Montagmorgen einiges daraufhin, dass der Mann wohl nicht aufgrund einer schweren Verletzung verwirrt und geflohen war. Eine persönliche Gefährdung könne wohl ausgeschlossen werden, hatte VPI-Leiter Leiter Werner Schnödt gegenüber inFranken.de am Vormittag gesagt.

Der 35-Jährige soll sich bereits in der Nacht zum Montag bei Angehörigen gemeldet haben, dabei habe er normal geklungen. Die Polizei hatte am Montagvormittag zwar die Identität des Mannes zwischenzeitlich festgestellt, ihn allerdings noch nicht sprechen können, bis er sich schließlich stellte.

Seine schwer verletzte 37 Jahre alte Ehefrau hatte der 35-Jährige zurückgelassen. Sie musste nach dem Unfall von der Feuerwehr aus dem Auto befreit werden.



Auf der kurvenreichen Strecke ist der Autofahrer mit seinem Kia auf der A70 in Richtung Bamberg unterwegs gewesen, als er bei Starkregen zwischen den Anschlussstellen Eltmann und Viereth-Trunstadt ins Schleudern geriet. Ob wegen des Regens, wegen überhöhter Geschwindigkeit oder einer Mischung aus beidem, könne die Polizei derzeit noch nicht sagen, sagt ein Pressesprecher. Das Auto driftete über die nasse Fahrbahn nach rechts in die Böschung und überschlug sich mehrfach.

Ersthelfer, die den Unfall beobachtet hatten, hielten sofort an. Der Fahrer hatte sich selbst befreien können und kletterte aus dem Fahrzeug. Ein Ersthelfer kam zum Fahrer, der versuchte, die Beifahrerin zu befreien. Als dies nicht gelang, lief der Helfer zurück zu seinem Auto, um den Notruf abzusetzen. Nachdem er wieder zum Unfallwrack kam, berichteten ihm andere Helfer, dass der Unfallfahrer über die Böschung geflohen sei. Laut Verkehrspolizei Bamberg bat er jedoch noch davor, dass man seine Beifahrerin ins Krankenhaus bringen soll.

Die Feuerwehr befreite die schwer verletzte Frau aus dem Auto. Nachdem das Dach abgenommen war, konnten die Rettungskräfte sie herausheben und mit einem Rettungswagen ins Klinikum Bamberg bringen. Sie soll nicht in Lebensgefahr gewesen sein. Ein Lob gab es laut Nachrichtendienst "News 5" für die Ersthelfer. "Die haben die Beifahrerin vorbildlich bis zu unserem Eintreffen betreut", so Fabian Hümmer, Zweiter Kommandant der Feuerwehr Eltmann.


Suche nach dem Unfallfahrer zunächst erfolglos



Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass auch der Fahrer medizinische Hilfe benötigte, wurden zusätzliche Einheiten alarmiert, die die Umgebung neben den Feuerwehren Eltmann und Viereth absuchten. Ein Hubschrauber suchte aus der Luft nach dem Flüchtigen. Doch mit Einbruch der Dunkelheit musste die Suche abgebrochen werden. Am Montagvormittag teilte die Polizei mit, dass noch immer nach dem Mann gefahndet werde.

Während den Rettungs- und Bergungsarbeiten war der rechte Fahrstreifen für längere Zeit voll gesperrt, was einen mehreren Kilometer langen Stau zur Folge hatte. An dem Auto entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von etwa 1500 Euro.


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