Scheßlitz

Trotz Erweiterung: Raumnot in Giechburgschule in Scheßlitz

Die Giechburgschule in Scheßlitz hat ihren Zugewinn von gut 200 Quadratmetern und die Errichtung eines Aufzuges mit einem Festakt gefeiert und dabei die Entscheidungsträger informiert, dass man noch mehr Platz braucht.
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In mitreißender Weise gestaltete der evangelische Pfarrer Udo Bruha (im Bild) mit seinem katholischen Amtsbruder Georg Lohneiß den kirchlichen Teil des Festaktes zur Erweiterung der Giechburgschule in Scheßlitz. Foto: Barbara Herbst
In mitreißender Weise gestaltete der evangelische Pfarrer Udo Bruha (im Bild) mit seinem katholischen Amtsbruder Georg Lohneiß den kirchlichen Teil des Festaktes zur Erweiterung der Giechburgschule in Scheßlitz. Foto: Barbara Herbst
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Das Sonderpädagogische Förderzentrum für den nordöstlichen Landkreis, die Scheßlitzer Giechburgschule, wurde erweitert, an Brandschutzvorgaben angepasst und umgebaut. Den Abschluss der knapp einjährigen und circa 1,6 Millionen teuren Baumaßnahme feierte die Schule mit einem schönen bunten Festakt. Dabei wurde nicht nur deutlich, dass man sich hier über die gelungene Maßnahme freut, sondern bereits schon wieder mehr Platz braucht.

Aus der in den 60ern gegründeten Sonderschule wurde mit dem Neubau vor 32 Jahren eine Förderschule und im Schuljahr 2002/03 das Sonderpädagogische Förderzentrum. Trotz aktueller Inklusions-Diskussion ist der Zulauf zu dieser Bildungs- und Förderstätte ungebrochen, wie in den Ansprachen zum Ausdruck kam. Rektor Klemens Albert, der hier seit sieben Jahren wirkt, hatte mit zwei schulborbereitenden Gruppen und 170 Schülern begonnen. Nun sind es vier schulvorbereitende Gruppen und 260 Schüler.

80-prozentige Förderung durch die Regierung

Gefördert werden in diesem Zentrum Kinder ab einem Alter von etwa drei bis vier Jahren und bis zu 17 Jahren. Die Schüler besuchen die Jahrgangsstufen eins bis neun in insgesamt 18 Klassen und werden von 45 Lehrkräften unterrichtet. Da es eine ganze Reihe unterschiedlichster Ganztagsangebote gibt, müssen die Kinde rund Jugendlichen auch entsprechend bekocht werden. Das kann nun in der neuen Schulküche und Mensa geschehen. Dazu gesellt sich ein Aufenthaltsraum und ein Speisesaal. Die Erweiterungsfläche wurde dadurch gewonnen, indem der bisherige überdachte Pausenhof umgebaut (und damit auch zum richtigen Raum geworden) ist.

Generalsaniert wurden die Toilettenanlagen sowie zusätzliche behindertengerecht realisiert und im Norden ein Aufzug errichtet. Auch das erfuhren die zahlreichen Besucher und Ehrengäste in dem kurzweiligen Programm, durch das ein couragiertes Moderatorinnen-Team - Theresa (16), Celine (15) und Julia (16) - führte.

Froh zeigt sich Landrat Johann Kalb, zugleich Vorsitzender des Vereins "Hilfe für Schüler an Förderschulen im Landkreis Bamberg", Träger der Giechburgschule, über die 80-prozentige Förderung durch die Regierung. Wofür er stellvertretend der Regierungsschuldirektorin Luzia Scherr, "der wichtigsten Person, Sie bringen uns immer Geld", Dank genau dafür sagte. Der Giechburgschule wiederum versicherte der Landrat, sie könne zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Überraschungen

Noch zuversichtlicher vielleicht, nachdem Luzia Scherr erklärte, wenn bei der Baumaßnahme mehr Kosten im Raum stehen sollten, "werden wir alles tun, um die abzufedern." . Überdies hatte sie weitere finanzielle Überraschungen dabei. Sie ging in ihrem Beitrag auf die vielen Besonderheiten ein, die die Giechburgschule ausmachen und was hier Leitung und Kollegium in den 1100 Unterrichtsstunden pro Woche in punkto ganzheitliche Förderung leisten. Auch deswegen habe die Giechburgschule "eine zeitgemäße Ausstattung ganz bestimmt verdient". Dafür erntete sie heftigen Applaus. Auf seine Weise applaudierte der Bürgermeister der Schule und insbesondere den viele mutigen Akteuren, die das Programm mit pfiffigen Beiträgen umrahmten. Den Schülern bescheinigte das Oberhaupt der Schulstadt: "Ihr seid spitze."

Toll, finden die Giechburgschüler ihrem Klatschen nach, dass Stefan Paptistella von der Architekten-Arbeitsgemeinschaft Heinz & Paptistella einen finanziellen Beitrag zur Gestaltung der Außenanlagen zur Verfügung stellt, die in Projektarbeit erfolgen wird.

Den abschließenden Glanzpunkt unter den kurzweiligen Festakt setzten die beiden Pfarrer Georg Lohneiß und Udo Bruha, die auf so ganz andere den göttlichen Segen der Baumaßnahme mit Currywurst und Pommes schmackhaft machten. Rektor Albert gab Förderern und Verantwortlichen eine Hausaufgabe mit auf den Weg, in dem er sie wissen ließ, dass die Schule schon wieder aus allen Nähten platzt.
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