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Verkehr

Tragische Unfälle in Franken am Wochenende

Seit Freitagabend haben sich in Franken mehrere schwere Unfälle ereignet. Zwei Menschen sterben, darunter ein achtjähriger Junge. Wir haben die Ereignisse für Sie zusammengefasst.
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Kerzen stehen am Ort des Unfalls in Pressig, wo am Freitagabend ein achtjähriger Junge ums Leben kam. Foto: Friedwald Schedel
Kerzen stehen am Ort des Unfalls in Pressig, wo am Freitagabend ein achtjähriger Junge ums Leben kam. Foto: Friedwald Schedel
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Der wohl tragischste Unfall ereignete sich in Pressig im Landkreis Kronach bereits am Freitagabend. Nach dem Unfalltod eines Achtjährigen sucht die Polizei weiter nach der Ursache. Der Vater war bei dem Unfall schwer verletzt worden. "Wir gehen davon aus, dass die beiden die Fahrbahn überqueren wollten", sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Die sicher gestellte Oberbekleidung des Kindes und des 36-jährigen Vaters soll Hinweise darauf liefern, ob beide in der Dunkelheit erkennbar waren.


Vater und Sohn erfasst

Am Freitagabend hatte der Fahrer eines Autos Vater und Sohn auf der Bundesstraße 85 nahe dem Ortsausgang von Pressig erfasst und beide schwer verletzt. Die Ärzte im Krankenhaus kämpften vergeblich um das Leben des Jungen. Der Vater schwebt nach Polizeiangaben nicht in Lebensgefahr. Unverletzt blieb der 32-jährige Fahrer des Autos; er wurde psychologisch betreut. Zur Geschwindigkeit des Wagens machten die Ermittler bislang keine Angaben.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Coburg stellte die Polizei Ludwigstadt auch das Unfallfahrzeug sicher. Zudem wird ein Gutachter den Unfallursache untersuchen.


Mit Cabrio in den Tod gerast

Ebenfalls ums Leben kam ein 24-jähriger Autofahrer nahe Neuenmarkt im Landkreis Kulmbach. Der junge Mann raste am Samstagabend auf der Staatsstraße 2183 zwischen Hegnabrunn und Schlömen mit seinem Cabrio in den Tod. Nach einem gefährlichen Überholmanöver kam der Wagen von der Straße ab und krachte gegen einen Baum. Der Mann sei wahrscheinlich sofort tot gewesen, hieß es. Die Straße zwischen Neuenmarkt und Schlömen war bis in den Abend gesperrt.

Eine 44-jährige Autofahrerin ist wenige Stunden zuvor bei einem Unfall zwischen Gädheim und Ottendorf im Landkreis Haßberge schwer verletzt worden. Die Polizei vermutet, dass die Frau wegen gesundheitlicher Beschwerden mit ihrem Auto nach links von der Fahrbahn abkam. Die Fahrerin wurde in ihrem Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Am frühen Samstagmorgen kam es zudem auf der A3 zwischen Erlangen/West und Höchstadt/Ost in Richtung Würzburg zu einer Unfallserie. Dabei erlitten drei Menschen leichte Verletzungen. Der Sachschaden lag bei deutlich über 50.000 Euro. Auslöser war die Unachtsamkeit eines 25-jährigen Fahrers aus Österreich, der bei sehr geringem Verkehrsaufkommen mit seinem Auto auf ein vorausfahrendes Fahrzeug eines 50-Jährigen aus den Niederlanden auffuhr. Während der Unfallverursacher noch auf dem Standstreifen zum Stehen kam, prallte der Mazda in die Mittelschutzplanke. Die Autobahn musste in diesem Bereich für mehrere Stunden gesperrt werden.


Aus dem Auto geschleudert

Bei einem weiteren Unfall nahe Pegnitz im Landkreis Bayreuth erlitt in 23-jähriger Autofahrer lebensgefährliche Verletzungen. Nach Polizeiangaben vom Sonntag hatte der junge Mann in der Nacht auf der Bundesstraße 2 die Kontrolle über seinen Wagen verloren.

Das Auto prallte gegen die Leitplanke, eine Verkehrsinsel und mehrere Schilder. Der 23-Jährige wurde aus dem Auto geschleudert und in eine Klinik gebracht. Der Schaden beträgt rund 60.000 Euro.


Kuwaiter fährt rückwärts

Ein beinahe kurioser Unfall ereignete sich auf der A73 nahe Bad Staffelstein (Landkreis Lichtenfels). Ein 34-jähriger kuwaitischer Urlauber war laut Polizeibericht am Freitagnachmittag dort in Fahrtrichtung Lichtenfels unterwegs. Kurz nach der Anschlussstelle Bad Staffelstein blieb er auf dem Seitenstreifen stehen. Dann setzte er laut Zeugenaussagen mit seinem Auto zurück. Der Mann hatte die Ausfahrt verpasst.

Hierbei geriet er mit dem Heck in den rechten Fahrstreifen der Autobahn und kollidierte leicht mit einem Sattelzug. Beide Fahrzeuge waren noch fahrbereit. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung konnte der Tourist seinen Urlaub in Oberfranken fortsetzen.


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red/la/tos/zim/dpa

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