Bamberg

Touristen stärken Handel in der City

Die Bamberger Wirtschaft profitiert vom Konsumverhalten: Auswärtige Gäste geben in den Geschäften in der Innenstadt, in denen sie einkaufen, im Durchschnitt 27,50 Euro aus, wie eine nicht-repräsentative Umfrage ergab.
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Die Einnahmen aus dem Tourismus sind für Handel und Gastgewerbe "signifikant und unverzichtbar", so Bürgermeister Lange.
Die Einnahmen aus dem Tourismus sind für Handel und Gastgewerbe "signifikant und unverzichtbar", so Bürgermeister Lange.
Bamberg — Gastgewerbe und Einzelhandel in der Innenstadt profitieren vom Tourismus besonders. Auswärtige Gäste geben in den Geschäften in der Innenstadt, in denen sie einkaufen, im Schnitt 27,50 Euro aus, im Gastgewerbe sind es 16 Euro. Dieses Ergebnis erbrachte eine nicht-repräsentative Umfrage des "Bamberg Tourismus & Kongress Service" in Zusammenarbeit mit Stadtmarketing Bamberg und der städtischen Wirtschaftsförderung. "Die Umfrage bestätigt, wie signifikant und unverzichtbar die Einnahmen aus dem Tourismus für Handel und Gastgewerbe gerade in der Innenstadt sind", bilanzierte der für den Tourismus zuständige Bürgermeister Christian Lange.
Neben der Gastronomie (Gaststätten/Cafés/Imbiss-Bäckereien-Metzgereien) wurden beim Einzelhandel ganz verschiedene Sortimente befragt.
Dabei zeigte sich, dass vor allem die Anbieter von Schuhen, Textilien, Geschenkartikeln sowie Apotheken von den Einkäufen von Touristen profitieren. Am beliebtesten sind bei Einkäufen von Gästen im Wert von unter 30 Euro Geschenkartikel (56 Prozent), bei denen über 50 Euro Textilien und Schuhe (45 Prozent). Mehr als die Hälfte der an der Umfrage teilnehmenden Apotheken berichtete, dass die Urlauber dort bis zu 30 Euro pro Einkauf ausgeben. Der prozentuale Anteil der Touristen betrage bis zu einem Viertel am Jahresumsatz ihres Betriebes, meinten 36 Prozent der Gastronomen und 43 Prozent der Einzelhändler. Bei beiden Gruppen gibt jeder Fünfte an, dass der Anteil am Jahresumsatz aus dem Besucherverkehr größer ist und zwischen 26 bis 50 Prozent liegt.

"Authentisch gewachsen"

Beim überwiegenden Anteil der Gastronomen, rund 70 Prozent, macht der Anteil an Touristen an der Gesamtkundschaft maximal ein Viertel aus, wogegen 22 Prozent diesen auf bis zu 50 Prozent beziffern. "Reine Touristen-Lokale sind in Bamberg eher selten", erläuterte Tourismusdirektor Andreas Christel das Umfrageergebnis. "Unsere Stadt zeichnet sich durch eine authentisch gewachsene Gastronomielandschaft aus."
Speziell nach dem Ausgabeverhalten der Teilnehmer von Flusskreuzfahrten befragt, antworteten 82 Prozent der Einzelhändler in der Innenstadt, dass diese Kundschaft zu ihrer Klientel zählt. Hingegen rechnen nur 45 Prozent der Gastronomiebetriebe diese Gruppe zu ihren Gästen. Nach der wirtschaftlichen Bedeutung der Flusskreuzfahrtsgäste gefragt, bemaßen 27 Prozent der Einzelhandelsbetriebe deren Beitrag zum Jahresumsatz auf bis zu ein Viertel. "Das ist ein eindeutiger Indikator für die ausgeprägte Shoppinglust dieser speziellen Besuchergruppe, die lieber Bambergs Einkaufswelt erkundet als auf kulinarischen Pfaden zu wandeln, was vermutlich der meist üppigen Bordverpflegung geschuldet ist", kommentierte Christel das Umfrageergebnis. Nach der Einschätzung der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus für ihren Betrieb gefragt, maßen 74 Prozent der gastronomischen Betriebe und 63 Prozent Einzelhändler dieser großes bis sehr großes Gewicht bei. Die wirtschaftliche Bedeutung für Bamberg insgesamt halten 95 Prozent der Gastronomiebetriebe und 86 Prozent der Einzelhändler für groß bis sehr groß. "Die Bamberger Innenstadt ist auf die Einnahmen der Gäste angewiesen. Die Besucher - ebenso wie die Einheimischen - werden aber nur weiter einkaufen, wenn wir die Aufenthaltsqualität noch verbessern", betonte Bürgermeister Lange. "In diesem Ziel sind wir uns mit Händlern und Gastronomen einig. Daran werden wir weiter arbeiten." red



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