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Scheßlitz
Infrastruktur

Scheßlitz will Standard für die Straßensanierung setzen

Die Stadt Scheßlitz muss ihre Verbindungsstraßen sanieren. Der Abschnitt nach Burglesau soll den Standard für andere setzen.
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Priorität Nummer 1 hat die Sanierung der Straße nach Burglesau. Noch im Sommer soll sie erneuert werden. Die Frage der Breite und damit der Kosten wird derzeit geklärt. Geht der Förderantrag durch, werden die Maße Standard für andere Straßensanierungen. Foto: Ronald Rinklef
Priorität Nummer 1 hat die Sanierung der Straße nach Burglesau. Noch im Sommer soll sie erneuert werden. Die Frage der Breite und damit der Kosten wird derzeit geklärt. Geht der Förderantrag durch, werden die Maße Standard für andere Straßensanierungen. Foto: Ronald Rinklef
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Es handelt sich nur um einen knapp ein Kilometer langen Straßenabschnitt, der sich da nach Burglesau schlängelt. Doch dieses Stück Asphalt soll den Standard für die anderen Gemeindeverbindungsstraßen im Stadtgebiet von Scheßlitz setzen. Die Planung läuft derzeit: Am Ende geht es um die Ausbaubreite und somit um die Kosten. Die Stadt muss schließlich aus ihrem Netz aus insgesamt fast 75 Kilometern Straße etliche Gemeindeverbindungen zu den 30 Ortsteilen auf Vordermann bringen.


Kosten: rund 560 000 Euro

Dringenden Handlungsbedarf sieht Bürgermeister Roland Kauper (CSU) bei der "Off-Road-Strecke", die in den Ortsteil Burglesau führt. Tiefe Risse ziehen sich dort durch den Asphalt. Die Holperpiste soll ab August in zwei Monaten in eine Vorzeigestrecke verwandelt werden. "Die Straße müssen wir jetzt machen", betont Kauper. Im Stadtrat wurde nun die Grundlage dazu geschaffen.

Die Sanierung wird allerdings nicht ganz billig. Der beauftragte Ingenieur Christian Dremel vom Bamberger Büro Höhnen&Partner hat zirka 560 000 Euro Gesamtkosten kalkuliert. Die Stadt erhofft sich eine Förderung von rund 50 Prozent. Bleiben also 280 000 Euro Kosten für die Kommune.


Förderung für Straße abwarten

Die Förderung hängt stark von der Planung ab: Die Vorgaben des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes sehen nach neuer Richtlinie eine Straßenbreite von neun Metern vor. Die Breite wurde somit "nach oben geschraubt", wie Dremel erklärt. Doch ein Querschnitt von neun Metern mache aus planerischer und finanzieller Sicht keinen Sinn. Die Belastung der Straße sei in dem Bereich einfach zu gering.

Diese Meinung teilten auch die Stadträte: Der Abschnitt zwischen Burglesau und der Staatsstraße, die nach Stübig führt, soll nun inklusive Bankett maximal 7,50 Meter breit werden. Damit reize man den Rahmen der Förderrichtlinie aus, so Dremel. Eine Entscheidung der Regierung von Oberfranken, ob diese Schmalspur-Sanierung dennoch voll gefördert wird, soll noch im Laufe des Jahres fallen.

Der Stadtrat beauftragte den Planer, die Förderung zu beantragen. Auch die Gemeindeverbindung von Demmelsdorf nach Zeckendorf soll dann einmal nach dem selben Muster erneuert werden. Sprich: Auch hier könnte der Querschnitt später 7,50 Meter betragen. Die Straße werde zwar nicht die nächste sein, die saniert werden müsse, erklärt Bürgermeister Kauper, doch stünde jetzt eine Flurbereinigung in dem Bereich an. Die Stadt müsse den Grunderwerb dafür festlegen.


"Etwas mehr Grunderwerb"

Da der Bedarf für den "Standard" Burglesau noch offen ist, müsse man auch für Demmelsdorf mit einer maximalen Ausbaubreite von neun Metern rechnen, so Kauper. "Eine Straße mit der Belastung auf neun Meter auszubauen, da sträubt sich ja alles", findet Stadtrat Pius Schmelzer (CWG). Der Bürgermeister stellt klar, dass man "etwas mehr Grunderwerb" in Kauf nehmen sollte, man wisse schließlich nicht, ob es mit den 7,50 Metern klappe.

Welche Straßen nach der Burglesauer Fahrbahn als nächstes saniert werden sollen, ist noch offen. Möglicherweise könnte im kommenden Jahr die Verbindung von Schlappenreuth zur B 22 bei Würgau folgen - im Idealfall mit der schmaleren Version. Spätestens Ende des Jahres werden die Verantwortlichen mehr wissen, wenn die Zuschussfrage für Burglesau geklärt ist.


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