Bamberg

Telefonbetrüger in Oberfranken aktiv

Mit der jeweils sehr ähnlichen Masche des "Enkeltricks" und des "Schockanrufes" versuchen unbekannte Betrüger in Oberfranken nach wie vor arglose Bürger zu einer Geldübergabe zu bewegen. Die Polizei warnt vor einem weiteren Auftreten der Täter.
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Foto: Uli Deck/dpa
Foto: Uli Deck/dpa
Unbekannte Telefonbetrüger haben nach Polizeiangaben am Freitag versucht vorwiegend im Raum Bamberg, aber auch in Bad Staffelstein, Coburg und in Selb arglose Bürger zu einer Geldübergabe zu bewegen. Bislang acht gemeldete Telefonanrufe vermeintlicher Enkel oder "In-Not-Geratener" registrierten die oberfränkischen Polizeiinspektionen an diesem Tag. Sechs Mal handelten die Angerufenen richtig und ließen die Gauner am Telefon einfach abblitzen indem sie auflegten. In zwei Fällen hatten die Betrüger allerdings Erfolg und brachten eine 76-Jährige in Bamberg und eine 90-Jährige in Bad Staffelstein um mehrere tausend Euro Erspartes.

Die Polizei bittet deshalb erneut um entsprechende Vorsicht, denn das Vorgehen der Ganoven ist immer ähnlich. Durch eine geschickte Gesprächsführung am Telefon täuschen die Unbekannten ihre vorwiegend älteren Opfer.
Diese sind der Meinung mit einem Verwandten, meist Enkel oder Neffen, zu telefonieren. Unter glaubhafter Schilderung, dass sie sich in einer ausweglosen finanziellen Notlage befänden, werden die ahnungslosen Opfer um die Auszahlung eines angeblich dringend benötigten, hohen Bargeldbetrages gebeten.

Um nicht Opfer der Betrüger zu werden, gibt die Polizei folgende Tipps:
•Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben und Geldforderungen stellen.
• Geben Sie keine Auskunft über Ihre familiären oder finanziellen Verhältnisse.
• Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen.
• Stellen Sie dem Anrufer gezielt Fragen nach seinem familiären Umfeld, zum Beispiel nach dem Namen der Mutter oder dem Wohnort und bestehen Sie auf die Beantwortung.
• Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit anderen Familienangehörigen Rücksprache.
• Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen - auch nicht, wenn sie angeblich im Auftrag von Verwandten oder Bekannten handeln.
• Ändern Sie Ihren Eintrag im Telefonbuch, indem Sie Ihren Vornamen abkürzen. Damit entziehen Sie den Tätern die Grundlage, auf Sie aufmerksam zu werden.
• Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. pol

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