Bamberg

Sturmschäden: In Bamberg flogen Baustellen-Absperrbaken

Sturmtief "Nils" ist in der Nacht von Sonntag auf Montag über Deutschland hinweggezogen. Auch in Bamberg war es deutlich zu spüren. Wir fragten bei der Polizei, der Feuerwehr und beim Gartenamt nach Schäden.
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Das Archivbild zeigt einen Teil der Großbaustelle am Berliner Ring. In der Sturmnacht von Sonntag auf Montag hatte es mehrere Absperrbaken und Baustellen-Utensilien umgeweht. Foto: Ferdinand Merzbach
Das Archivbild zeigt einen Teil der Großbaustelle am Berliner Ring. In der Sturmnacht von Sonntag auf Montag hatte es mehrere Absperrbaken und Baustellen-Utensilien umgeweht. Foto: Ferdinand Merzbach
"Wir hatten großes Glück", merkte Michael Gerencser, Abteilungsleiter Gartenwesen beim Garten- und Friedhofsamt, an. Da die Bäume derzeit "unbelaubt" sind, hätten die Winde eine kleinere Angriffsfläche.

Anders war das am 22. Juli dieses Jahres gewesen, als eine Windhose vor allem die Vereinssportstätten im Osten Bambergs verwüstet hatte. Nach dem Sturm im Sommer hatte das Gartenamt die Vegetation in dem Areal genau untersucht und kritische Gehölze zurückgeschnitten oder gefällt. Die Mitarbeiter sammelten rund 550 Kubikmeter Astwerk und fällten vorsorglich 10 Bäume, die eine Gefahr darstellen hätten können - 60 hatte der Wind gleich selbst umgeworfen. Die Nachsorge des Gartenamts könnte einer der Gründe sein, warum in der vergangenen Sturmnacht keine Schäden zu beklagen waren - zumindest ist den Mitarbeitern der "Sturmpatroullie" nichts aufgefallen, so Gerencser.


Kein einziger Feuerwehr-Einsatz

Auch das Gespräch mit Stadtbrandrat Matthias Moyano fällt unerwartet kurz aus: "Die Feuerwehr hatte keinen einzigen Alarm", sagte Moyano. Seine Erfahrung: "Bamberg fällt fast immer raus, wenn es in ganz Deutschland heftig stürmt." Während andernorts Windgeschwindigkeiten von bis zu 133 Kilometern pro Stunde gemessen wurden, lag der Spitzenwert in Bamberg bei 69, wie aus der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes herauszulesen ist. Also viel Lärm um nichts?

Nicht ganz. Silke Gahn, Sprecherin der Bamberger Polizei, findet im Computer immerhin drei Einträge - alle entlang der Großbaustelle am Berliner Ring. An der Kreuzung zur Nürnberger Straße wurden auf Höhe eines Schnellrestaurants mehrere Absperrbaken umgeweht und blockierten die Fahrbahn. Das war um 20 Uhr. Um 1.36 Uhr dann der nächste Einsatz weiter stadtauswärts auf Höhe eines Wohnzimmer-Fachgeschäftes: "Dort wurden Warnleuchten und ein Bauzaun umgeworfen, die Fahrspur Richtung Innenstadt war blockiert", sagt Gahn. Zu Unfällen sei es jedoch in beiden Fällen nicht gekommen. Eintrag Nummer 3 schließlich ist kaum der Rede Wert: Ein umgepustetes Schild in der Nähe der Brose-Arena.
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