Burglesau
Dorferneuerung

Straße nach Burglesau nur zur Hälfte fertig

Die einzige Zufahrtsstraße nach Burglesau konnte vor der Winterpause nicht mehr vollständig asphaltiert werden. Die Sperrung wurde trotzdem aufgehoben.
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Ende der Ausbaustrecke: einige hundert Meter vor der Staatsstraße beendete die Winterpause die Asphaltierungsarbeiten. Foto: hak
Ende der Ausbaustrecke: einige hundert Meter vor der Staatsstraße beendete die Winterpause die Asphaltierungsarbeiten. Foto: hak
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So ganz hat es mit dem Wiederanschluss von Burglesau an das Straßennetz doch nicht mehr geklappt. Obwohl das Wetter in der vergangenen Woche relativ günstig war - kein Frost und nicht zu viel Regen - konnte nur etwa die Hälfte der rund einen Kilometer langen Anbindung an die Staatsstraße zwischen Scheßlitz und Wattendorf asphaltiert werden.

Das Gespenst, den Winter über die bis zum vergangenen Wochenende ausgeschilderte Umleitung über teils unbefestigte Flur- und Feldwege nehmen zu müssen, ist aber gebannt. Nun geht es wieder über die marode alte Straße bevor nach etwa 400 Metern das Ausbaustück beginnt, das 100 Meter vor dem Ortsschild wieder endet.
"Wir haben geschafft, was zu schaffen war - und hatten noch Glück mit dem Wetter", stellt der Scheßlitzer Bürgermeister Roland Kauper (CSU) fest. Man sei froh, überhaupt ein Bauunternehmen mit der nötigen Kapazität bekommen zu haben. Doch jetzt ist erst mal Winterpause. Frühestens im März kann - witterungsabhängig - nun weiter gebaut werden an der Straße, so Kauper. Immerhin ist vergangene Woche auch der Förderbescheid der Regierung für den Straßenbau bei Burglesau eingetroffen. Auf die Gesamtkosten von gut einer Million Euro erhält die Stadt Scheßlitz 540.000 Euro Zuschuss aus dem Staatshaushalt.


Halbe Million Euro - Scheßlitz kommt damit noch günstig weg

Mit einer halben Million Euro Eigenanteil kommt Scheßlitz noch günstig weg. Schließlich hat man dem Bürgermeister zufolge vom Staatlichen Bauamt eine Sondergenehmigung erhalte, die Gemeindeverbindungsstraße etwas unterhalb dem dafür aktuell vorgesehenen Standard auszubauen. Das betrifft beispielsweise die Breite der Fahrbahn und ist kostengünstiger. Schneller ging es deswegen aber nicht voran.

Für den Ärger der Bürger äußert der Bürgermeister Verständnis. Denn die Burglesauer warten nicht nur auf die neue Verbindungsstraße. Im Zuge der Dorferneuerung wurden die Ortsstraßen abgefräst. Für die Kanalarbeiten und die Verlegung von Hausanschlüssen erfolgte die Abnahme laut Kauper im Juni. Am Zustand der Straßen hat sich seither nichts geändert. Und es wird wohl mindestens April oder Mai 2017 werden, bis sich etwas tut.

"Das Problem ist, dass wir nur eine Zufahrtsstraße nach Burglesau haben", sagt der Bürgermeister. Und die müsse erst fertiggestellt werden, bevor die Bautrupps für die innerörtlichen Straßen anrücken können. Vielleicht hätte die Abnahme ein, zwei Monate früher erfolgen können, räumt Kauper ein. Doch an der Gesamtsituation hätte sich nicht viel geändert.

Man sei aber trotzdem froh, im Dorferneuerungsprogramm zu sei. Auch wenn dies bedeute, dass alles immer mit den vielen beteiligten Ämtern und Behörden, wie dem federführenden Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) oder beispielsweise dem Wasserwirtschaftsamt abgeklärt und abgestimmt werden müsse. So komme man immerhin in den Genuss, dass rund 50 Prozent der Investitionen gefördert würden. Geld, das sonst die Bürger selbst zahlen müssten.
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