Bamberg
Zinstief

Sparkasse Bamberg zieht Mitarbeiter von 7 Filialen in Stadt und Landkreis ab

Die Sparkasse Bamberg prüft derzeit ihr Filialnetz. Schon ab kommendem Jahr sollen einzelne Geschäftsstellen automatisiert werden.
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Die Sparkasse Bamberg plant, ihr Filialnetz ab Februar 2017 umzustellen. Foto: Ronald Rinklef/Archiv
Die Sparkasse Bamberg plant, ihr Filialnetz ab Februar 2017 umzustellen. Foto: Ronald Rinklef/Archiv
Die Sparkasse Bamberg reagiert auf die anhaltende Zinsflaute und die zunehmende Digitalisierung der Bankgeschäfte: Filialen in Stadt und Landkreis Bamberg sollen ab Februar 2017 teilweise automatisiert und zusammengelegt werden. So hat es der Verwaltungsrat vergangene Woche beschlossen, teilte die Führungsetage der Sparkasse um Vorstandschef Stephan Kirchner und Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) als Verwaltungsratsvorsitzender am Dienstagmorgen mit.


Diese sieben Filialen in Stadt und Landkreis Bamberg sind betroffen

Die Sparkasse will sich eigenen Angaben zufolge zukunftsfähig machen. Das Konzept sieht vor, vier Filialen im Landkreis Bamberg und drei Filialen in der Stadt Bamberg zu automatisieren.

De facto heißt das: Die Geschäftsstellen in Schönbrunn, Burgwindheim, Lichteneiche und Sassanfahrt verschwinden. In der Stadt werden die Geschäftsstellen Giechburgblick, Graf-Stauffenberg-Platz und Wunderburg geschlossen und an andere Geschäftsstellen angeschlossen. Eine persönliche Beratung wird es in diesen sieben Filialen nicht mehr geben. Die Sparkasse will aber dort (bis auf Giechburgblick) ihre Bankautomaten und vereinzelt Kontoauszugsdrucker beibehalten.

Betriebsbedingte Kündigungen soll es laut Vorstandschef Stephan Kirchner nicht geben. Vielmehr sollen die 20 betroffenen Mitarbeiter in die umliegenden Geschäftsstellen beziehungsweise in neue "Beratungs-Center" ziehen.

Gleichzeitig zu den Schließungen der Beratungsfilialen sollen die sogenannten Beratungs-Center nach dem Vorbild der Filiale am Schönleinsplatz in Bamberg ab kommendem Jahr im Landkreis an vier Orten installiert werden. Als Standorte sind Hirschaid, Burgebrach, Scheßlitz und ein weiterer Standort im nördlichen Landkreis vorgesehen. Dort sollen künftig alle Beratungsleistungen vom Privat- bis zum Geschäftskunden zu verlängerten Öffnungszeiten angeboten werden.


Sparkasse Bamberg an 51 Standorten

Die Sparkasse will sich mit der Umstrukturierung eigenen Angaben zufolge künftig noch stärker den Kundenwünschen entsprechend aufstellen. So soll das Online-Banking und die Telefon- und Chat-Beratung gestärkt werden. Doch sollen damit auch Kosten eingespart werden.

Das Geldinstitut ist künftig an 51 Standorten in Stadt und Landkreis Bamberg vertreten: Davon sind 38 Geschäftsstellen mit Mitarbeitern besetzt, 13 Standorte mit Automaten ausgestattet.

Die Sparkasse Bamberg beschäftigt insgesamt über 800 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr lag der Bilanzgewinn mit 2,563 Millionen Euro rund 300.000 Euro unter dem Gewinn von 2014.
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