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Sommer-Serie

Sommer in Franken: Ungetrübter Badespaß

Eine Auszeit vom Alltag nehmen und einfach mal abkühlen, abtauchen und aussspannen? In Franken laden zahlreiche Seen und Bäder zum Planschen ein. In der Serie "Bäder & Seen" stellen wir in den nächsten Wochen neun ausgewählte Plätze aus der Region vor, an denen sich ein Besuch lohnt.
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Alle überwachten Badestellen in Franken verfügen über eine gute Wasserqualität.  Foto: panthermedia.net/ aNdreas Schindl
Alle überwachten Badestellen in Franken verfügen über eine gute Wasserqualität. Foto: panthermedia.net/ aNdreas Schindl
Freibad, Badesee, Fluss, Kiesgrube, Naturbad oder kleiner Weiher: Jeder hat seine persönlichen Vorlieben, wo er sich im Sommer bevorzugt abkühlen will. Einige mögen es gut ausgestattet und überwacht, andere suchen das (nicht immer legale) Abenteuer.

Egal, wie die persönlichen Präferenzen aussehen: In Franken kann man sich auf ungetrübten Badespaß freuen. Zwar liegt der Großteil der bayerischen Seen im Süden, die Möglichkeiten in den insgesamt 15 fränkischen "Ferienlandschaften" bieten trotzdem besten Freizeitspaß und eine Abkühlung wartet meist um die Ecke. Neun dieser Badeplätze werden in den kommenden Wochen hier genauer vorgestellt (siehe Infos unten).

Regelmäßige Kontrollen

Nicht nur bei Freibädern können Wasserratten sicher sein, dass sie in sauberes Wasser eintauchen. Die von der EU als Badegewässer ausgewählten Naturseen, Bagerseen und Weiher werden von den Gesundheitsbehörden regelmäßig überwacht. Im vergangenen Sommer wurden 379 Badestellen an 297 bayerischen Seen (davon etwa 70 in Franken) während der Saison ein Mal pro Monat kontrolliert. Das Ergebnis: "Die Badestellen besitzen eine ausgezeichnete Qualität", so Katrin Grimmer vom Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Lediglich neun Proben bekamen die Bewertung "gut", "Mangelhaft" erhielt nur eine Badestelle am Autobahnsee Augsburg. Hier waren allerdings starke Niederschläge für die schlechte Wasserqualität verantwortlich. Eine spätere Kontrolle ergab ausgezeichnete Werte.

Besonders während Hitzeperioden wird seitens des LGL verstärkt auf Blaualgen geachtet. Werden zu hohe Werte festgestellt, kann ein Badeverbote ausgesprochen werden. Das LGL kontrolliert allerdings nicht überall. "Nicht jeder kleine Dorfweiher kann EU-Badegewässer werden", betont Grimmer.

In Bayern existieren mehr als 200 natürliche Seen, mit einer Oberfläche größer als drei Hektar. Daneben gibt es eine Vielzahl künstlicher Seen wie beispielsweise das Fränkische Seenland 50 Kilometer südlich von Nürnberg. Weil damals ein Ausgleich zwischen dem wasserreichen Süden und dem Norden Bayerns erreicht werden sollte, wurden ab 1985 sieben Seen im Umkreis von 20 Kilometern und 20 Quadratkilometern Wasserfläche geschaffen.

Altmühlwasser und Donauwasser mussten in Richtung Nordsee umgeleitet werden. So entstanden der Altmühl-, der Kleine und der Große Brombachsee sowie der Igelsbachsee unweit der Stelle, an der bereits im Jahre 793 Karl der Große bei Graben (Treuchtlingen) wegen der kürzesten Entfernung der beiden großen Flußsysteme Rhein und Donau versucht hatte, eine schiffbare Verbindung zu schaffen (Fossa Carolina).

Frühzeitig wurde versucht, die Gewässer für die Touristen attraktiv zu machen. Mit Erfolg: Das "Fränkische Seenland" hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem beliebten Feriengebiet in Franken gemausert. Den Besucher erwarten herrliche Sandstrände, vorbildliche Freizeitanlagen, ausgezeichnete Möglichkeiten zum Segeln oder Surfen und traumhafte Angelstellen. Aber wie gesagt: Franken hat noch viel zu bieten. Und nicht selten findet man die erfrischende Abkühlung direkt um die Ecke.


Die Serie "Bäder & Seen"


Die Region bietet einen Vielzahl von Badeorten, an denen sich Wasserratten unbeschwert austoben können. In der Serie "Bäder & Seen" stellen wir in einer kleinen Auswahl neun fränkische Badeorte vor, die sich für einen schönen Sommerausflug eignen. Weil für viele Ausflügler neben der Wasserqualität auch andere Kriterien wichtig sind, werden die neun Plätze anhand der fünf Kategorien "Gesamteindruck/Flair", "Sanitäre Anlagen", "Anreise & Parken", "Gastronomie" sowie "Spiel & Spaß" unter die Lupe genommen. Die Serie startet am Freitag, 26. Juni, und endet am 21. August. Pro Woche wird ein Badeort vorgestellt.

Auch wenn viele Badegewässer regelmäßig geprüft und meist überwacht werden, sollte man beim Baden einige Regeln berücksichtigen:


Verbote

Vor allem an Flüssen und Seen sollten wegen möglicher Verunreinigungen und gefährlichen Strömungen Badeverbote unbedingt beachtet werden. Und nicht vergessen: Ein Badesee ist kein Freibad, natürliches Wasser ist kein Trinkwasser!


Kühler Kopf

Wer aufgeheizt ins Wasser springt, ohne sich vorher abzukühlen, riskiert einen Kälte-Schock. Nach einem Sonnenbad heißt die Devise: Erst abkühlen und dann langsam ins Wasser gehen.


Essen und Trinken

Nie mit vollem Magen ins Wasser gehen. Sonst kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufproblemen kommen. Die Faustregel: Mindestens eine Stunde warten, bis das Essen verdaut ist. Und: Alkohol und Baden ist eine schlechte Kombination. Die Reaktionsfähigkeit nimmt ab und man neigt dazu, seine Kräfte zu überschätzen.


Kinder

Die jüngsten Wasserratten sollten niemals unbeaufsichtigt schwimmen - auch nicht im Schwimmbad. Wer unsicher ist, sollte nicht alleine ins Wasser gehen.


Hilfe

Wer Unwohlsein, Übelkeit, Schwindelgefühl oder erhöhter Körpertemperatur bei sich feststellt, sollte sich sofort an die Rettungsschwimmer oder den Bademeister wenden. An unbewachten Badestellen immer die Notrufnummer 112 anrufen.


Badeunfälle

In deutschen Gewässern kamen 2014 insgesamt 392 Menschen ums Leben - das sind 54 weniger als 2013. Die meisten Badetoten gab es mit 79 Ertrunkenen wie in den Vorjahren in Bayern. Eine Risikogruppe sind ältere Menschen ab 50 Jahren, die ihre Fähigkeiten mitunter überschätzen. Sie machten in der Vergangenheit die Hälfte der Badetoten aus.

Laut Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) können rund 80 Prozent der Menschen in Deutschland schwimmen. Das sind allerdings rund zehn Prozent weniger als noch Ende der 1980er Jahre. Als Gründe nennt die DLRG die Bäderschließungen und ausfallenden Schwimmunterricht. Besonders hier sind die Zahlen alarmierend: 2014 erreichten bundesweit nur 50 Prozent der Schüler am Ende der vierten Klasse das Freischwimmer- oder Bronzeabzeichen.
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