Bamberg
Familienfest

Singen 200 Bamberger zum Geburtstag?

Gelingt es, 200 Menschen untern Zeitungshut zu bringen, die der FT-Geschäftsstelle am 3. August ein Geburtstagsständchen singen? Das ist beim Familienfest auf dem Bamberger Maxplatz die alles entscheidende Frage. Für Stimmung sorgen an dem Tag gleich ab 11 Uhr Austria Five.
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Am 3. August wieder auf dem Maxplatz: Austria Five mit (von links) Vinnie Müller, Jo Farmer, Dieter Margowski und Martin Popp. Foto: Austria Five
Am 3. August wieder auf dem Maxplatz: Austria Five mit (von links) Vinnie Müller, Jo Farmer, Dieter Margowski und Martin Popp. Foto: Austria Five
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Die Herausforderung für 3. August steht: "Wetten, dass es Bamberg nicht schafft, 200 Menschen Punkt 14 Uhr auf den Maxplatz zu bringen, die unserer Geschäftsstelle mit einem FT-Zeitungshut auf dem Kopf ein Geburtstagsständchen singen." Seit einem Jahr ist das historische Krackhardt-Haus mittlerweile Anlaufstelle für alle Leser, was es nun gebührend zu feiern gilt. Der Countdown läuft - und mit den letzten Vorbereitungen steigt die Spannung: Wie viele Bamberger erheben wohl ihre Stimme, um den FT zu besingen, zugleich aber die Stadtwette verlieren zu lassen?

Mit "Oben ohne"
Wenige Tage noch bis zur Geburtstagsfeier, die mehr als ein Highlight verspricht. Allen voran gibt "Deutschlands erfolgreichste Austropop-Band" gleich zur Eröffnung den Ton an: "Oben ohne" spielen Austria Five neben anderen Klassikern, um das Publikum auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle zu schicken, wie Jo Farmer verspricht. "Wir sind übrigens die erste Band, der Rainhard Fendrich gestattete, ,Oben ohne' zu covern", sagt der Frontmann der Gruppe. Folglich singt Farmer den Bambergern nun bei schweißtreibenden Temperaturen mit seinen Reimen aus der Seele: "Die Hitze der Stadt ist im Sommer brutal, da man fürchterlich matt ist wird das Leben zur Qual." Erinnern Sie sich? Selbstverständlich - wie etliche andere Fans, die bei Konzerten der fränkischen Austropopper mitwippen und mitschnippen, wenn die Band auch an Legenden wie Georg Danzer, Ludwig Hirsch und Falco erinnert: "Künstler, die viel zu früh von uns gingen", meint Farmer.



Den Jüngsten dürfte beim Familienfest vor allem Udo Jürgens Ohrwurm "Ich war noch niemals in New York" in die Beine gehen. "Dazu tanzen die Kinder immer ganz begeistert."

Wasserbomben-Spiele
Bis 17 Uhr läuft am 3. August das bunte Programm, das um 11 Uhr mit Austropop startet. Knirpse können sich beim Familienfest auf einer Hüpfburg austoben und bei Wasserbombenspielen abkühlen - sofern Petrus die Sonne wie am vergangenen Wochenende vom Himmel brennen lässt. Gefragt sind Kinder auch bei den Vorbereitungen der Stadtwette: Schließlich gilt es aus Zeitungen genügend Kopfbedeckungen zu basteln, um sämtliche 200 Sänger vor 14 Uhr unter den Hut zu bringen.

Es ist nicht die erste Stadtwette, die der Fränkische Tag veranstaltet. Aber es könnte die erste sein, die das Medienhaus gewinnt (sofern man uns alle ums Geburtstagsständchen bringt). Erst im Juni verlor der FT in Lichtenfels bei einer Aufsehen erregenden Aktion: Zehn Prominente spielten beim Kreisjugendfest auf der Bühne Luftgitarre, was die Zeitungsmacher zunächst nicht glauben wollten. Tatsächlich aber griffen so viele Mitstreiter in nicht existierende Saiten, um "Highway to hell" zu performen und mit dem AC/DC-Klassiker 500 Euro in Projekt-Kassen des Kreisjugendrings zu spielen - finanziert über "Franken HELFEN Franken", die Spendenorganisatorin der Mediengruppe Oberfranken. Geschlagen gab sich Anfang Juli nach einer verlorenen Wette auch die Bayerische Rundschau: Dafür sangen vor der Altstadt-Bühne 200 Menschen mit einem Zeitungshut auf dem Kopf das Frankenlied. Ein Wahnsinnserlebnis.

300 Hörnchen
Zurück zur Bamberger Stadtwette, bei der das Publikum 300 Bamberger Hörnchen gewinnt, sofern das vielstimmige Konzert ein Wunschtraum bleibt. Auch sollen in diesem Fall 500 Euro aus "Franken HELFEN Franken"-Mitteln der örtlichen Jugendfeuerwehr zufließen.

Vielen gemeinnützigen Vereinen, Initiativen und Projekten stand der Spendenverein der Mediengruppe schon bei, der 2009 gegründet wurde. Auf ganze 90.426 Euro beläuft sich mittlerweile die Fördersumme, mit denen man Menschen in Notsituationen beistand oder auf andere Weise neue Hoffnung gab. Denken wir nur an die kleine Sophie, die mit einem offenen Rücken zur Welt kam und nun dennoch den Burgkunstadter Kindergarten besuchen kann. Groß war die Resonanz auf Spendenaufrufe, so dass sich die Familie der Dreijährigen über "Franken HELFEN Franken" einen Spezialbus leisten konnte, in dem das schwerbehinderte Mädchen nun transportiert werden kann.


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