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Bamberg
Frühling

Sie machen die Stadt schick

Alles so schön bunt hier: Rund 70 000 Stiefmütterchen hat die Stadtgärtnerei im Herbst und Frühjahr auf Bambergs Plätze gepflanzt.
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Mit Handgriffen, die sie heuer schon vieltausendfach angewandt haben, pflanzen Andreas Rebhan, Jörg Falke, Tobias Kranz und Marcel Schardt Stiefmütterchen auf den Kreisel am Wilhelmsplatz. Foto: Barbara Herbst
Mit Handgriffen, die sie heuer schon vieltausendfach angewandt haben, pflanzen Andreas Rebhan, Jörg Falke, Tobias Kranz und Marcel Schardt Stiefmütterchen auf den Kreisel am Wilhelmsplatz. Foto: Barbara Herbst
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Extrem fix geht das: Stich, Stopf, Wuschel, Wuschel. Pflanzschaufel ins Beet, Wurzelballen ins Loch und mit schneller Handbewegung rundherum Erde verteilen.

Eine Viertelstunde pro Beet ist eine grobe Schätzung. In Wirklichkeit sind Gärtnergeselle Andreas Rebhan und die drei Auszubildenden Tobias Kranz, Marcel Schardt und Jörg Falke schneller fertig. Jeweils rund 400 Stiefmütterchen müssen auf die vier zu bepflanzenden Flächen auf dem Verkehrskreisel beim Wilhelmsplatz.


70 000 bunte Farbflecke

Jetzt ist Schluss mit Ebbe und Flut für die gelben und dunkelroten Blühpflanzen. Regen, wenn er denn kommt - und wenn er nicht kommt, eine kurze Dusche aus der kreiseleigenen Wasserleitung - wird künftig ihren Durst stillen. Bisher wurden in den Gewächshäusern der Stadtgärtnerei ihre Wurzelballen in den Töpfen von unten geflutet und wenn sie sich vollgesaugt hatten, das Wasser wieder abgelassen.

Nicht allen ihren "Kollegen" war ein Überwintern mit Dach über dem Kopf beschieden. Rund 40 000 Stiefmütterchen hat das Stadtgartenamt schon im Herbst ausgepflanzt. 30 000 sind es jetzt im Frühjahr.

Die Beete auf dem Wilhelmsplatz-Kreisel sind die letzten, die die vier zur "Kolonne Mitte" gehörenden Männer frühlings-schön machen. Ende der vergangenen Woche wurde die Bepflanzung in blau-orange entfernt und gestern durch neue in gelb-rot ersetzt.

Die zur Gattung der Veilchen gehörenden Blumen leisten Bambergs wehrhaftestem Weihnachtsbäumchen Gesellschaft. Die in Form geschnittene Stechpalme hat ihren zweiten Winter als Lichterkettenträger hinter sich. Sie ist eine Ersatzpflanzung für die Eibe, diet von unbekannten Frevlern so beschädigt wurde, dass sie weg musste.


Wühlmaus-Biss und Hunde-Urin

Am Südflurkreuz sind es Wühlmäuse, am Marienplatz Hunde, die den Stiefmütterchen zusetzen. Mit den Folgen des Tuns unvernünftiger Zweibeinern haben es die Gärtner sowieso immer zu tun. "Auch jetzt waren in den frisch geharkten Beeten wieder Fußspuren", schüttelt Andreas Rebhan den Kopf.

Er und die drei Azubis hatten als erste Aufgabe des Tages in der Gärtnerei die Stiefmütterchen ausgetopft. Nach dem Bepflanzen des Kreisel ging es für sie weiter im Spielplatzbau (an der Blauen Schule) und mit Baumpflanzungen im Malerviertel.

Mitte Mai wird der der Sommerflor auf dem Wilhelmsplatz-Rondell Einzug halten: gelbe Canna, rosa Begonien und weißer Ziertabak.

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