Knetzgau
Veranstaltung

Seniorenfasching in Knetzgau ein voller Erfolg

Wenn Lachen jung hält, sollte es den Besuch der Veranstaltung im Pfarrsaal auf Rezept geben. Ein vielbejubelter Auftritt folgte dem anderen.
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Von einer Wallfahrt erzählten Rosa Böhm als Michel und Roswitha Dumrauf als Bärbel  Fotos: Elke Englert
Von einer Wallfahrt erzählten Rosa Böhm als Michel und Roswitha Dumrauf als Bärbel Fotos: Elke Englert
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Den Seniorenfasching in Knetzgau muss man erlebt haben, so schwärmte Moderator Robert Beetz, gleich zu Beginn des bunten Programmes. Aus vollem Herzen wurde gelacht und mit Beifall nicht gespart. Überwältigt zeigte sich auch Seniorenleiterin Ilse Steppert, die sich über den großen Zuspruch freute. Für Stimmung sorgte Willi Gerich aus Aidhausen, der im Pfarrsaal einheizte.

Vom Seniorenchor, der die Gäste zum Knetzgauer Seniorenfasching begrüßte, ging es nahtlos über zum Besuch des "alten Frälas" (Katja Mühlfelder). Sie bedauerte zwar den Heimgang einer alten Freundin, doch sei der anschließende Leichenschmaus beim Italiener etwas Besonderes gewesen, denn bei Pizza und Rotwein wackelten die Gebisse. In der "neuen" Altersresidenz sei zwar ein Cafe eingeplant, aber sie koche vor, damit nach ihrem Ableben im Pfarrsaal fränkisch gegessen werden könne.

Auch getanzt wurde eifrig

Die Herzen gingen auf beim Auftritt der "Meekids". Unter den Augen ihrer Trainerinnen Lena Bronst und Isabell Schnös präsentierten die Mädels zwei Tänze. Beifall bekamen auch Rita Waldheuser als Pfarrer und Irmgard Männling als Mesnerin Franzi. Aber irgendwie brachte diese die Anweisungen des Pfarrers durcheinander und so wurde zur Kindstaufe der Frauenbund samt Feuerwehr eingeladen und die Messweinprobe mit Papst Franziskus fand in der Sakristei statt.

Als ein Aushängeschild bezeichnete Robert Beetz den Tanzkreis mit Tanzleiterin Inge Seelmann. Schwungvoll setzte der Tanzkreis den "Kleinen grünen Kaktus" in Tanzschritte um und lud mit einer weiteren Melodie zum Sitz-Tanz ein. Bevor es zur Pause überging nervte der Patient Schulz (Rosa Böhm) die Krankenschwester Maria Höhn. Die Faschingsbegeisterten im Saal konnten sich vor Lachen kaum halten. Am Ende verlor Schwester Maria die Geduld und wurde selbst zum Patienten.

Probleme mit der Mathematik

Rosa Böhm - unermüdlich im Einsatz und von Ilse Steppert zur Faschingskönigin gekrönt- hüpfte sich bei der Darbietung des Seniorenchores mit dem Lied "Oma hüpf mal" in die Herzen der Zuschauer. Ihr zur Seite stand als Enkelin Kristina Weinkauf. Diese wirkte auch mit bei der schwer lösbaren Hausaufgabe 28:7. Mit Apfelteilen durch Birnen kamen Vater (Ilse Steppert) und Mutter (Rita Schneider) nicht so ganz klar und auch mit den sieben Zwerge die sich 28 Wohnungen teilen sollten, ging die Aufgabe nicht auf, denn wo sollte das Schneewittchen hin.

Eigentlich wollte sie eine Prinzessin sein, so Inge Seelmann als Kartoffelkönigin, aber die im Internet bestellten rosa Kostüme waren einfach zu schmal. So entschied sie sich, in ein braunes Dirndl zu schlüpfen und sich dabei wohl zu fühlen, aber mit dem Zusatz als Kartoffelkönigin den Bürgermeister vertreten zu wollen. Die folgende Wallfahrt mit Rosa Böhm als Michel und Roswitha Dumrauf als Ehefrau Bärbel entpuppte sich als weiteres Highlight. Wegen kleinerer Sünden machten sich beide zum "Käppele" auf, aber, so stellte sich heraus, eine Maß Bier wäre besser gewesen, zumindest für den geplagten Ehemann, dessen Schuhe mit Erbsen gefüllt waren.

Wahlkampf folgte mit Ilse Steppert als Bürgermeisterkandidatin, die ihre Partei K - netzgau, S - enioren, U - union unter dem Motto "Alter vor Schönheit" vertrat. Ihre Forderungen, Wiedereröffnung eines Dorfladens, denn dort könne man herrlich Tratschen und die Verbesserung der Kirchenheizung, sonst müsse man ins fertiggestellte "Knochenhäusla" umziehen.

Geplagt vom Alter präsentierte sich abschließend Robert Beetz. Er berichtete vom Vergessen des eigenen Namens und dass die Vergangenheit mehr im Vordergrund stehe, als die Gegenwart. Aber, so Beetz, auch wenn die Knochen schmerzen, steh dazu, denn Alter sei keine Schande.

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