Die Spekulationen haben sich bewahrheitet: Die Sabo GmbH, Eigentümerin der Jako-Arena in Bamberg, ist zahlungsunfähig und hat am Mittwoch beim Amtsgericht Bamberg Insolvenz angemeldet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Nürnberger Rechtsanwalt Siegfried Beck bestellt. "Wir werden in einem ersten Schritt bemüht sein, alle Veranstaltungen aufrecht zu halten und die Halle zu stabilisieren", sagte Beck inFranken.de.

Mehr könne er ohne Prüfung der Zahlen seriöserweise zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen. Von der Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft sind elf Mitarbeiter betroffen, die nun Insolvenzgeld erhalten. Der Insolvenzverwalter hatte mit Oberbürgermeister Starke in Bamberg gesprochen. Auch OB Starke betonte gegenüber infranken, dass es das vorrangige Ziel der Stadt Bamberg sei, den Basketball in Bamberg zu sichern und die Arena als Spielstätte zu erhalten. Die Stadt erwarte, dass nun Klarheit in alle vertraglichen Angelegenheiten der SABO GmbH rund um die Jako-Arena gebracht wird. Bis zuletzt hatte es laut Oberbürgermeister Starke Gespräche mit allen Beteiligten gegeben, um die Insolvenz doch abzuwenden. Dass es nicht gelungen ist, habe an der akuten Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gelegen.

 

Basketballmanager Wolfgang Heyder wertet in einem Gespräch mit infranken.de die Insolvenz als Chance zum Neuanfang. Er habe Hoffnung, dass es nun endlich zu einer dauerhaften Lösung kommt. Allerdings müsse der Insolvenzverwalter die gleichen Probleme bewältigen, die bisher schon dazu geführt hatten, dass der Betrieb ein hohes jährliches Defizit einfuhr: Das sind laut Heyder die Zins- und Tilgungslasten aus den 4,5 Millionen Euro Schulden.

 

Peter Klappan, mit 80 Prozent Anteil Hauptgesellschafter der Sabo GmbH, wollte über die Äußerungen des Insolvenzverwalters hinaus keine Angaben zur Sache mehr machen. Er habe versucht, die Gesellschaft und die Halle zu retten, doch dies habe sich als zu schwer für einen Privatmann erwiesen. Klappan hat nach eigenen Angaben eine sechsstellige Summe aus seinem Privatvermögen investiert.