Ebing

Schon das Einsteigen entschied oft das Rennen

Das Sautrogrennen in Ebing bereitete vor allem den Zuschauern Spaß
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Die einen steuern dem Sieg entgegen, die anderen gehen baden - letztlich zahlte sich die Erfahrung aus.  Foto: Renate Neubecker
Die einen steuern dem Sieg entgegen, die anderen gehen baden - letztlich zahlte sich die Erfahrung aus. Foto: Renate Neubecker
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Aus Sicht der vielen Zuschauer ist es jedes Mal eine Riesengaudi: das Sautrogrennen. Waren es im vorigen Jahr nur sechs Mannschaften, so war das Feld beim 15. Sautrogrennen mit 16 Mannschaften diesmal sehr gut besetzt. Und dominierte 2015 noch die Frauenpower, wagten sich diesmal nur Männer in das kühle Nass, wobei es eine deutliche Ebinger Dominanz gab. Die Moderation teilten sich Andreas Eiermann und Florian Braun.

Eiermann hatte mit seinem Trainerkollegen Matthias Will beschlossen, den Auswärtigen aus dem Spessart, aus Sonneberg und Wunsiedel zu zeigen, wie Lokalmatadoren Sautrog fahren. Alle kämpfen um den Pokal und das von der Firma Thefi Com gespendete Preisgeld.

Die Schwierigkeiten beginnen bereits mit dem Einstieg. Auf Eiermanns Aufforderung - "An die Tröge, fertig, los" - wird der Sautrog eiligst zum See getragen. Doch schon wenn zwei Leute den Trog besteigen sollen, machen die ersten Bekanntschaft mit dem kühlen Nass. Da im K.o.-System gefahren wird, muss der Einstieg zügig klappen. Zur Gaudi der Zuschauer geht das für viele nicht so einfach ab, und einige sind tropfnass, noch bevor sie in dem seltsame Gefährt Platz genommen haben.


Der Bürgermeister geht baden

So ging es zum Beispiel auch dem Team Gundelsheim I mit Bürgermeister Jonas Merzbacher und Andreas Fischer. Merzbacher, schon bei sehr vielen Sautrogrennen dabei und entsprechend erfahren, musste sich mit seinem Teamkollegen gleich beim ersten Rennen geschlagen geben.

Nicht ganz so einfach war es ebenfalls für die Mannschaften aus dem Spessart. Sie feierten einen Junggesellenabschied beim Ebinger Seefest, lobten die Qualität des Bieres und genossen das Rennen als zusätzlichen Riesenspaß.

Zum Schluss dominierten die Ebinger Mannschaften mit Erfahrung und Kondition. Sie braucht man, um den Kahn mit den Händen paddelnd bis zur Boje und wieder zurück zu bringen.

Tapfer schlug sich das Team BVI Zero aus Sonneberg mit Michael Bauer und Daniel Leipold. In den Endläufen unterlagen sie in einem sehr spannenden Rennen Johannes Landgraf und Johannes Skalischus vom Team SpVgg Ebing 1. Das Thefi Com 1 mit Otto Schobert und Reiner Stumpf schlug den Stammtisch die Einfallslosen mit Günter Schick und Helmut Gunzelmann. Sieger im Finale wurden die jungen Bezirksligafußballer Johannes Landgraf und Johannes Skalischus. Sie schlugen das Team Thefi Com 1 mit Otto Schobert und Reiner Stumpf. Die Sieger durften den Pokal schon einmal probeweise in den Händen halten.

Einen Preis gab es ebenfalls für die beste Kostümierung. Den erhielten die Mannschaft "AS Tralkörper" mit Yannick Dörnenburg und Marcel Schrauder für ihre Mönchskutten. Die langen Gewänder waren beim Sautrogfahren aber eher hinderlich. Zur Unterhaltung spielte zunächst die "Lätterbocher Blosmusik", während am Abend die Band "Heaven" für Stimmung sorgte.
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