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Sandkerwa-Absage: viel Kritik an der Stadt Bamberg

Die Verwaltung gerät aufgrund des drohenden Aus für die Sandkerwa in Bamberg in die Schusslinie von Kritikern quer durch die Parteienlandschaft.
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Weil die Sandkerwa in Bamberg auszufallen droht, gibt es quer durch die politischen Lager Kritik an der Stadt. Foto: RiegerPress
Weil die Sandkerwa in Bamberg auszufallen droht, gibt es quer durch die politischen Lager Kritik an der Stadt. Foto: RiegerPress
Sandkerwa 2017 in Bamberg ist endgültig abgesagt

Der Ortsverband Bamberg-Mitte der CSU wirft der Stadt vor, den Bürgerverein Sand mit seiner Sandkerwa im Regen stehen zu lassen, um sich dann mit dem Stadtmarketingverein in einer Art "unfreundlichen Übernahme" als Retter zu gerieren.


CSU-Kreisvorsitzender will, dass Bürgerverein Sandkerwa weiter ausrichtet

Von diesem Angriff hat sich jedoch der CSU-Kreisvorsitzende Christian Lange zwischenzeitlich distanziert. Der Text, der zeitweise auf der Online-Ausgabe des Bayernkurier zu lesen war, ist ebenfalls wieder gelöscht. Wie CSU-Chef Lange klarstellt, wünsche sich die CSU, dass der Bürgerverein die Sandkerwa weiterhin ausrichtet.


Bamberger Allianz: Stadt soll sich beteiligen

Dieter Weinsheimer (BA) bemängelt, dass es die Stadt mit ihren Forderungen vor einem Monat zu weit getrieben habe. Er habe Verständnis dafür, dass ehrenamtliche Kräfte auch einmal die Reißleine ziehen. Die Absage sei ein nötiger Paukenschlag gewesen, um die erforderliche Aufmerksamkeit zu bekommen.
 
Die Bamberger Allianz schlägt nun vor, dass die Stadt sich an der Veranstaltungs GmbH beteiligt und gemeinsam mit dem Bürgerverein eine Kirchweih auf die Beine stellt, die sich wieder mehr an den Bedürfnissen der Bamberger ausrichtet.


Kritik vom Bürger-Block

Kritik kam vom Bürger-Block. Wie Norbert Tscherner sagte, lässt es die Stadt an der Unterstützung der Vereine mangeln, während das Stadtmarketing großzügig unterstützt werde: "Wir haben ein Kulturangebot wie eine Großstadt, aber für den kleinen Mann wird an allen Ecken gespart."
 
Der BBB-Stadtrat sieht deshalb einen Zusammenhang zwischen der Kerwa-Absage und dem ebenfalls drohenden Aus für den Plärrer. "Für viele Stadträte steht das Gemeinwohl nicht mehr im Vordergrund."
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