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Ebrach
Steigerwald

Regierung mag keine klare Grenze des Schutzgebietes erkennen

Die Regierung will die Auflösung des Steigerwald-Schutzgebietes unter anderem mit dessen mangelnder Abgrenzbarkeit begründen. Die Gemeinde Ebrach und der Bund Naturschutz argumentieren dagegen.
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Eine zentrale Rolle in dem laufenden Verfahren zur Aufhebung des geschützten Landschaftsbestandteils "Der Hohe Buchene Wald" spielt die Frage nach der Abgrenzbarkeit des Schutzgebietes.

Eine solche erachtet die Regierung von Oberfranken für zwingend erforderlich, aber für nicht gegeben. Diese Meinung bleibt aber nicht unwidersprochen. Der Markt Ebrach wird in seiner Stellungnahme anführen, dass das Schutzgebiet sehr wohl klar begrenzt ist, betont Bürgermeister Max-Dieter Schneider (SPD). Ebrach verweist zudem darauf, dass die eigene Forderung nach mehr Naturschutzgebieten seit Jahren unbearbeitet bei der Bezirksregierung liegt.

Der Bund Naturschutz beruft sich auf ein Gutachten des früheren Ebracher Forstdirektors Georg Sperber. Dieser belegt auf elf Seiten und mehreren historischen Karten, dass "Der Hohe Buchene Wald" nicht nur historisch-politisch abgrenzbar - etwa anhand von Landkreis- und Bezirksgrenzen -, sondern optisch in der Landschaft herausgehoben ist.

Sperber verweist etwa auf geographische Trennlinien, aber zum Beispiel auch auf Straßen, auf klar erkennbare Übergänge vom Wald zu landwirtschaftlichen oder Siedlungsflächen. Aber auch innerhalb des geschlossenen Waldgebietes lassen sich dem ehemaligen Forstdirektor zufolge deutliche Grenzen erkennen. So etwa zwischen den "forstgeschichtlich verschiedenen Welten" des ehemaligen Klosterwaldes auf oberfränkischer Seite und dem Bürgerwald Gerolzhofen in Unterfranken.
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