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Bamberg
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Reformationsjubiläum im Zeichen der Ökumene

Über hundert Angebote umfasst der Veranstaltungskalender des evangelischen Dekanats Bamberg für das Jubiläumsjahr 2017.
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Dekan Hans-Martin Lechner und Diakon Andrea Hofmann präsentieren das Programm des Dekanats Bamberg für das Jubiläumsjahr 2017. Foto: Marion Krüger-Hundrup
Dekan Hans-Martin Lechner und Diakon Andrea Hofmann präsentieren das Programm des Dekanats Bamberg für das Jubiläumsjahr 2017. Foto: Marion Krüger-Hundrup
Gleich im ersten Satz seines Statements vor Journalisten legte Dekan Hans-Martin Lechner die markante Spur im Veranstaltungskalender 2017 des evangelischen Dekanats Bamberg: "Die Ökumene ist in unserem Programm wichtig." Ein Programm mit über hundert Angeboten, die eben nicht nur für die 21 Kirchengemeinden im Dekanatsbezirk geplant sind, sondern auch die katholischen Geschwister anlocken sollen. Denn das 500. Reformationsjubiläum "ist eine Gedenkveranstaltung, mit dem wir ein Christusfest feiern. Christus verbindet, er ist unser Fixpunkt in der Ökumene", erklärte Dekan Lechner.

Tatsächlich eröffnet sich ab dem Reformationstag 2016 bis November 2017 ein bunter und vielfältiger Reigen aus (ökumenischen) Gottesdiensten, kirchenmusikalischen Ereignissen, Glaubensgesprächen, Predigtreihen, Ausstellungen, Bibelteilen, gemeindlichem Leben.
Unter Federführung von Diakonin Andrea Hofmann hat eine sogenannte Steuerungsgruppe, zu der der katholische Diakon Ulrich Ortner (Pfarrei Maria Hilf/Wunderburg) gehörte, ein "Netzwerkprogramm" erarbeitet, das sich über die gesamte Bamberger Region spannt. "Reformation ist nicht allein ein protestantisches Thema, sondern hat auch eine hohe Relevanz für die Gesellschaft", betonte die Diakonin. Dekan Lechner ergänzte: "Reformation ist genuin in Bewegung und setzt Impulse in das gesellschaftliche Leben hinein durch den Versuch, das Evangelium zu leben."

Gerade ein Diskussionsvortrag untermauert augenfällig diese Sichtweise: "Armut - der ständige Begleiter der Diakonie seit 500 Jahren" will den verschiedenen Arten von Armut zu Zeiten der Reformation und heutzutage nachspüren. Bei so viel Ernsthaftigkeit kommt aber auch das Feiern nicht zu kurz. Und zwar nicht, "um Luther als Helden zu feiern, er war ein Kind seiner Zeit", so Dekan Lechner,, sondern "weg vom Personenorientierten im ökumenischen Geist". So wird etwa Erzbischof Ludwig Schick beim Reformationsempfang des Dekanats im Stephanshof dabei sein und sicher bei eigens von zwei Brauereien in Trabelsdorf und Mühldorf produziertem "Reformationsbier" an weiß gedeckten Tafeln eine launige Tischrede in Manier Luthers halten.

Auch für Sportliche bietet das Jubiläumsprogramm des Dekanats Bamberg reichlich Gelegenheit, Körper und Geist zu trainieren: Verschiedene Radltouren führen durch ober- und unterfränkische Auen zu evangelischen Kirchen und weiteren Sehenswürdigkeiten. Wen es eher in die Ferne zieht, kann dank einer "ökumenischen Flugreise in die Ewige Stadt" auf Luthers Spuren in Rom wandeln. Reiseleiter ist Diakon Ortner.

"Vielleicht erreicht die Botschaft des Jubiläumsjahres auch Menschen, die der Kirche nicht so nahe sind", hofft Diakonin Hofmann. Die befreiende Botschaft nämlich, dass "der Christ aus dem Glauben lebt und nicht durch des Gesetzes Werke, jeder Mensch seine Würde hat und von Gott bedingungslos angenommen und geliebt ist", fügte der Dekan hinzu. Gerade diese Botschaft "feiern wir".


Programm im Netz

Das vollständige Programm findet sich im Internet unter www.dekanat-bamberg.de/reformationsjubilaeum2017. Es wird laufend aktualisiert und um Veranstaltungen ergänzt, die nicht in der gedruckten Broschüre zu finden sind. Diese liegt in den Kirchen aus und wird im Reformationsfestgottesdienst am Montag, 31. Oktober, um 19.30 Uhr in der Erlöserkirche vorgestellt. Dieser Gottesdienst bildet den Auftakt zum Jubiläumsjahr im Dekanat Bamberg.
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