Bamberg
Anschlagspläne

Razzien bei Neonazis: Staatsanwaltschaft Bamberg erhebt Anklage

Die Staatsanwaltschaft Bamberg beschuldigt vier Männer aus der rechtsextremen Szene: Sie sollen einen Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft geplant haben.
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Ein Arsenal an Waffen und Propagandamaterial haben Fahnder bei Neonazis im Herbst 2015 in Stadt und Landkreis Bamberg gefunden. Foto: Matthias Hoch/Archiv
Ein Arsenal an Waffen und Propagandamaterial haben Fahnder bei Neonazis im Herbst 2015 in Stadt und Landkreis Bamberg gefunden. Foto: Matthias Hoch/Archiv
Die Staatsanwaltschaft Bamberg hat Anklage gegen vier Männer wegen Gründung einer kriminellen Vereinigung erhoben. Das bestätigte laut Bayerischem Rundfunk Oberstaatsanwalt Christopher Rosenbusch am Dienstag. Demnach sind die Männer der rechtsextremen Szene zuzuordnen.

Im Oktober 2015 - so der Vorwurf - sollen die Angeklagten einen Anschlag auf die Aufnahme- und Rückführungseinrichtung (Are) geplant haben. Bevor es zur Ausführung dieser Pläne kommen konnte, hatten unter anderem Fahnder der Bamberger Polizei zugeschlagen und mehrere Wohnungen durchsucht. Reichlich Propagandamaterial aus der rechtsextremen Szene, aber auch eine Vielzahl von Säbeln, Schreckschusswaffen und zwei Ein-Kilo-Kugelbomben sowie eine scharfe Handfeuerwaffe mit Munition sind dabei zum Vorschein gekommen.

Die Ermittler nahmen kurzzeitig elf Personen fest. Unter ihnen befanden sich zwei führende Köpfe der neonazistischen Partei "Die Rechte". Die Verdächtigen stammen aus Stadt und Landkreis Bamberg, aber auch aus Erlangen und Nürnberg. Zuletzt saßen noch zwei Beschuldigte in Untersuchungshaft.


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