Die schlechte Nachricht zuerst: Auch im gebührenpflichtigen Radhaus der Stadtwerke an der Brennerstraße sind Drahtesel nicht sicher vor Dieben. Die gute Nachricht: Dank der Videoaufzeichnung von allen Personen, die kommen und gehen, ist das Risiko für Täter groß, ermittelt zu werden.

Mit Hilfe solcher Aufnahmen hofft die Bamberger Polizei (Telefon 0951/9129210) jetzt einem jungen Mann auf die Schliche zu kommen, der verdächtigt wird, binnen vier Wochen zwei Fahrraddiebstähle begangen zu haben: Der erste passierte am Samstag, 16. Juni, gegen 20.25 Uhr, der zweite am Donnerstag, 12. Juli, gegen 16.45 Uhr.

Wie Gerald Storath von der Polizei-Inspektion Bamberg-Stadt auf Anfrage sagte, ist der Unbekannte den Ermittlungen zufolge in einem Fall mit einem alten Damenrad in das Radhaus gekommen und verließ es mit einem später als gestohlen gemeldeten hochwertigen Herrenrad.

Die beiden noch nicht aufgeklärten Fahrraddiebstähle sind Nummer drei und Nummer vier seit der Inbetriebnahme des Radhauses im März 2012. Die ersten zwei wurden bereits aufgeklärt. Es handelte sich laut Astrid Rosenberger von der Pressestelle der Stadtwerke GmbH um ein und denselben Täter. Die entwendeten Räder seien wieder bei ihren Besitzern.

Wer das Radhaus benutzt, stellt seinen Drahtesel auf eigenes Risiko ein. Um die Gefahr von Diebstahl und Vandalismus zu minimieren, erfolgt laut Rosenberger die Videoüberwachung.

Weil die Aufzeichnungen aus datenschutzrechtlichen Gründen jeweils nach 72 Stunden gelöscht werden müssten, sei es ganz wichtig, dass Geschädigte "sich gleich bei der Polizei melden, die uns kontaktiert, um auf das Videomaterial zugreifen zu können". Am Radhaus in der Brennerstraße sei zuletzt eine zusätzliche Kamera installiert worden, um eine noch bessere Erkennbarkeit der Personen zu gewährleisten.