Oberhaid
Erzbistum Bamberg

Pfarrer Stefan Hartmann aus Oberhaid will mit Frau zusammenleben

Erst hat sich der katholische Priester Stefan Hartmann aus Oberhaid im Kreis Bamberg zu seiner Tochter bekannt und nun will er kein Priester mehr sein.
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Priester Stefan Hartmann steht in der alten Kirche St. Bartholomäus in Oberhaid bei Bamberg. Hartmann hat sich in einer Fernsehsendung zu seiner 24 Jahre alten Tochter bekannt und den Zölibat in der katholischen Kirche kritisiert. Foto: David Ebener/dpa
Priester Stefan Hartmann steht in der alten Kirche St. Bartholomäus in Oberhaid bei Bamberg. Hartmann hat sich in einer Fernsehsendung zu seiner 24 Jahre alten Tochter bekannt und den Zölibat in der katholischen Kirche kritisiert. Foto: David Ebener/dpa
Pfarrer Stefan Hartmann aus Oberhaid wird seine Gemeinde verlassen, um künftig in Beziehung mit einer Frau zu leben. Das hat er am Sonntag nach den Gottesdiensten in Unter- und Oberhaid der Öffentlichkeit mitgeteilt.
Die Bistumsleitung hat die Entscheidung mit großem Bedauern aufgenommen, heißt es in einer Pressemitteilung. Entsprechend der kirchlichen Ordnung wird er von seinen Ämtern und Aufgaben entbunden. Er kann auch keine priesterlichen Dienste mehr ausüben, solange er bei seinem Entschluss bleibt.

Erzbischof Ludwig Schick und Weihbischof Herwig Gössl hatten mehrere Gespräche mit Pfarrer Hartmann geführt und ihn an seine Weiheversprechen erinnert. Eine Rückkehr in den priesterlichen Dienst ist möglich, wenn er sich erneut verpflichtet, die Versprechen, die er bei der Weihe abgelegt hat, einzuhalten.

Die Bistumsleitung dankt ihm für seinen Dienst als Pfarrer. Sie bleibt mit ihm im Gespräch, um die weiteren Schritte zu regeln.

Die Pfarrei Oberhaid wird ausgeschrieben. Vorübergehend wird Dekan Christoph Uttenreuther die Pfarradminstration übernehmen.

Pfarrer Hartmann ist bereits durch seinen Fernsehauftritt vor zwei Jahren bekannt geworden. Damals hatte er sich zu seiner Tochter bekannt. Den Zölibat hat Hartmann weiterhin stets weiter kritisch hinterfragt und sich deswegen auch an den Papst gewendet.


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