Hirschaid
Kreisverkehr

Neuer Kreisverkehr in Hirschaid eröffnet

Im Westen Hirschaids wird es eine deutliche Erleichterung geben.
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Seit gestern geht's rund am westlichen Verkehrsknoten des Marktes Hirschaid. Landrat Johann Kalb, MdL Heinrich Rudrof, Bürgermeister Klaus Homann mit seinen Stellvertretern Elke Eberl und Hans Wichert sowie Vertreter des Planungsbüros machten den Weg frei.  Foto: Werner Baier
Seit gestern geht's rund am westlichen Verkehrsknoten des Marktes Hirschaid. Landrat Johann Kalb, MdL Heinrich Rudrof, Bürgermeister Klaus Homann mit seinen Stellvertretern Elke Eberl und Hans Wichert sowie Vertreter des Planungsbüros machten den Weg frei. Foto: Werner Baier
Fünf Monate nach dem zünftig gefeierten ersten Spatenstich wurde gestern Nachmittag der Verkehr freigegeben: Die seit Jahren ersehnte Kreisverkehrsanlage zwischen Köttmannsdorf und Sassanfahrt ist bis auf Restarbeiten fertig. Seit dem Abend kreist der Verkehr auf dem westlichen Verkehrsknoten des Marktes Hirschaid.

Und alles freut sich, weil die besonders in Stoßzeiten üblichen, oft "endlos" erscheinenden Stauungen auf der Kreisstraße sowie auf der Einfahrt von Köttmannsdorf der Vergangenheit angehören dürften. Zumindest sind die aus dem Ortsteil oder aus Richtung Juliushof einbiegenden Fahrzeugführer nicht mehr ganz chancenlos, wenn auf der Staatsstraße zwischen B 505 und dem Hauptort Hirschaid die morgendliche Pendlerkolonne rollt und rollt und rollt. Es wird immer wieder Lücken geben, um sich einzufädeln, ganz so, wie es sich auf dem östlichen Kreisverkehr zwischen Gewerbegebiet von Hirschaid und der Autobahn bewährt hat.

Seit 2014 machte eine Interessengemeinschaft um den Dritten Bürgermeister Hans Wichert Druck auf den neuen Bürgermeister und Gemeinderat, das Projekt in Angriff zu nehmen. Klaus Homann hat hier eine heikle Aufgabe geerbt, weil das Staatliche Bauamt aufgrund der gar nicht so hohen Verkehrsbelastung allenfalls zum Ausbau einer signalgesteuerten Kreuzung bereit gewesen wäre. So bedurfte es einiger Überzeugungsarbeit unter Einsatz des CSU-Landtagsabgeordneten Heinrich Rudrof, um grünes Licht für die im Bau aufwendigere Kreisverkehrsanlage zu bekommen. Hierfür musste auch einiger Grund erworben werden. Und als alles in trockenen Tüchern schien, wurden die Zuschüsse zunächst auf 50 Prozent gekürzt und schließlich hieß es sogar: Es gibt gar nichts mehr, null. Dass nun doch 80 Prozent der Kosten von rund einer Million Euro vom Staat geschultert werden, ist das Ergebnis von Bemühungen, für die Bürgermeister Homann dem Landtagsabgeordneten Rudrof dankbar ist.

Als nachträgliches Weihnachtsgeschenk pries Landrat Johann Kalb das (fast) vollendete Werk. Die vormals besonders am Morgen von Autoschlangen belästigten Köttmannsdorfer könnten bald wieder durchschlafen. "Ein erfreulicher Anlass" allen beteiligten Behörden und dem Staat dankbar zu sein, meinte Kalb. "Noch besser und noch schneller geht's nicht", lobte MdL Heinrich Rudrof mit Blick auf die beteiligten Behörden, die Verkehrsplaner und die Baufirma. Alle hätten "hervorragend zusammengearbeitet". Er freue sich für die vielen Verkehrsteilnehmer, die diesen Verkehrsknoten frequentieren müssen, über die bauliche Verbesserung. Alle dürften froh sein, dass keine Ampelanlage errichtet werden musste, stellte Rudrof fest.

Bürgermeister Klaus Homann will das Ereignis zusammen mit den Bürgern im Frühjahr feiern, wenn auch die Grünstreifen angelegt sein werden. Unteressen sollen sich die Ortsteilbewohner mit Vorschlägen zur Gestaltung an Dritten Bürgermeister Wichert wenden, wünscht Homann. Gleichzeitig bat er um Verständnis, dass bis zur Erledigung der Restarbeiten noch Verkehrsbehinderungen auftreten können. Man wolle deshalb auch die Baustellenampel nicht gleich abbauen. Jene am nördlichen Ortseingang möchten einige Köttmannsdorfer sogar beibehalten, so Gemeinderätin Romana Gensel. Mit Hilfe dieser Ampel konnten sie nun monatelang in regelmäßigen Zeitabständen in die Staatsstraße einfahren. Bauingenieur Winfried Lamberty vom Planungsbüro SRP Buttenheim würdigte das Engagement des Bauunternehmens Höllein und wies auf den glücklichen Umstand, dass sich trotz der unübersichtlichen Baustelle mit engen Umleitungen während des Baus kein Unfall ereignete. "Es wurde toll gearbeitet", stellte Ramona Gensel fest. Und dafür gab's Beifall von allen, die sich versammelt hatten, um zuzuschauen, wie die lokale Prominenz die erste Sperrbake zur Seite trug und allen "Gute Fahrt!" wünschte.
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