Bamberg
Einweihung

Neuapostolische Gemeinde weiht neue Kirche ein

Die Neuapostolische Gemeinde feierte mit einem Festakt die Einweihung ihrer neuen Kirche.
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Festliche Einweihung des neuen Gotteshauses der Neuapostolischen Gemeinde Fotos: Rieger-Press
Festliche Einweihung des neuen Gotteshauses der Neuapostolischen Gemeinde Fotos: Rieger-Press
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Auf dem Parkplatz der neuapostolischen Gemeinden in Bamberg gab es am Sonntagnachmittag keinen einzigen freien Stellplatz mehr, auch in der neuen Kirche war keine freie Bank mehr zu finden. Galt es doch nach dem Weihegottesdienst, den Bezirksapostel Michael Ehrich zelebrierte, in einem Festakt die neue Kirche ihrer Bestimmung zu übergeben. Diese wurde nach dem Abriss der alten Kirche in etwas über einem Jahr für mehr als zwei Millionen Euro am Mannlehenweg neu errichtet. "Unsere neue Kirche kann sich wirklich sehen lassen. Denn sie ist ein gelungener Bau", freute sich unter anderem Apostel Dieter Prause.

Aber auch Helmut Müller, Fraktionsvorsitzender der CSU, der für den verhinderten Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) sprach, pflichtete dem bei und betonte, dass das neue Gotteshaus sowohl architektonisch als auch gesellschaftlich eine Bereicherung für die Stadt sei.
"Schon beim Eintreten in die Kirche spürt man: Hier fühlt man sich wohl ", sagte Müller.

Ort der Einkehr

Daher sei er sich sicher, dass die neue Kirche ein Ort der Einkehr und des Zuhauseseins werde. Zudem beweise das neue Gotteshaus die Lebendigkeit der neuapostolischen Gemeinde. "Denn während bundesweit immer mehr Kirchen schließen, dürfen wir stolz darauf sein, dass in Bamberg eine neue gebaut wurde", unterstrich Müller.

Ergriffen und emotional bewegt zeigte sich Architekt Ulrich Manz. Zwar habe er bereits in Bad Kissingen eine Kirche gebaut, dennoch sei er sehr überrascht, welch tolle Atmosphäre von der neuen Kirche in Bamberg ausgehe.

Überhaupt sei ein Kirchenbau immer etwas Besonderes mit immer neuen Herausforderungen. "So konnten wir im Frühjahr dieses Jahres, das mehr an einem November erinnerte, drei Monate lang nicht loslegen, wie wir wollten", schilderte er. Dadurch musste das Gerüst auch länger stehen - was zusammen mit der Beseitigung von belastendem Material zu einer leichten Kostensteigerung geführt hätte.

Den Architekten freute, dass der überwiegende Teil der Bauarbeiten von Firmen aus der Region durchgeführt wurde. Beheizt wird das Gotteshaus mit Erdwärme und alle Materialien wie gedämmte Tonziegel, Natursteinboden und Eichenholz wurden sparsam eingesetzt.

Gemeindevorsteher Guiseppe Palmeri erinnerte in seiner Ansprache an die Entstehung der neuapostolischen Gemeinde in Bamberg und gab einen kurzen Überblick über den weiteren Werdegang. "Gegründet wurde die Gemeinde 1931. Die ersten Gottesdienste hielten wir damals in einem Nebenzimmer eines Gasthauses ab." Allerdings sei die Gemeinde rasch gewachsen, der Nebenraum zu klein geworden. Daher sei die Gemeinde in neue Räume eines Privathauses in der Oberen Königstraße umgezogen. In den Kriegswirren wurden diese jedoch derart zerstört, dass sie nicht mehr nutzbar waren.

Bis zum Erwerb des Grundstückes am Mannlehenplatz 1958 wechselte die Gemeinde desöfteren die Räumlichkeiten. Sie war beispielsweise in der damaligen "Privaten Handelsschule Hartmann" am Kranen oder in der Gaststätte Grießgarten in Bamberg. "1959 nach etwas über einem Jahr Bauzeit, konnte dann unsere erste Kirche an diesem Ort eingeweiht werden. Und 1983 erfolgte dann eine Renovierung und bauliche Erweiterung des Kirchengebäudes", berichtete Palmeri. Allerdings sei auch in den folgenden Jahren die Zeit vor der Entwicklung einer Gemeinde und einem Gotteshaus nicht stehengeblieben, sodass die Notwendigkeit entstand, ein neues Kirchengebäude zu errichten.


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