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Bamberg
Erfolgsgeschichte

Musik an 24 Orten in Bamberg

Die Zahl der Musikschüler stieg binnen eines Jahres von 1792 auf 1864. Das Kollegium hat sich jetzt ein Leitbild gegeben.
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Bürgermeister Christian Lange (rechts) und Musikschulleiter Martin Erzfeld mit einem Exemplar des Leitbilds  Foto: Pressestelle der Stadt Bamberg
Bürgermeister Christian Lange (rechts) und Musikschulleiter Martin Erzfeld mit einem Exemplar des Leitbilds Foto: Pressestelle der Stadt Bamberg
Die Städtische Musikschule setzt ihren Erfolgskurs fort, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. 57 Fachlehrkräfte unterrichteten im vergangenen Jahr 1864 Schülerinnen und Schüler. 2014 waren es noch 1792 gewesen. Das Altersspektrum reicht von 1,5 bis 77 Jahre.

Bewährt hat sich das Stadtteilkonzept der Schule, wie Musikschulleiter Martin Erzfeld bei der Vorstellung des Jahresberichts in der jüngsten Sitzung des Kultursenats betont hat. Die Musikschule bietet seinen Worten zufolge an insgesamt 24 Standorten quer über das Stadtgebiet Unterricht an.


Klavier am beliebtesten

Das beliebteste Instrument sei das Klavier. Es folgten Gitarre und Violine. Kernbereich sei aber das gemeinsame Musizieren im Ensemble, mit dem Jugendorchester Bamberg als Aushängeschild. Höhepunkt im vergangenen Jahr sei das Promenadenkonzert "Unterm Sternenhimmel..." am 24.
Juli gewesen anlässlich des Jubiläums "1000 Jahre Kloster St. Michael".

Führend im Gesangsbereich sei der Bamberger Kammerchor mit über 50 Mitgliedern. Das Erfolgsrezept der Musikschule sei es, Breitenarbeit mit Spitzenförderung zu verbinden. So stellten die städtischen Musikschülerinnen und -schüler 30 von 70 Teilnehmern des regionalen Wettbewerbs von "Jugend musiziert". Zehn davon hätten sich für den Landeswettbewerb qualifiziert.

Durch Förderklassen, Sommerkurse oder interne Wettbewerbe wie den Neupert-Preis fördere man den begabten Nachwuchs ganz gezielt, teilte Erzfeld mit. Mit der Breitenarbeit beginne man bereits bei den ganz Kleinen: bei Eltern-Kind-Gruppen oder in Kitas. Seitdem Kooperationen mit Kindergärten und allgemein bildenden Schulen vom Freistaat gefördert werden, baue man diesen Bereich weiter aus: 356 solche Kooperationen habe man 2015 durchgeführt im Vergleich zu 199 im Vorjahr.

Der Gesamthaushalt betrug 2015 knapp 2,042 Millionen Euro. Davon trug die Stadt Bamberg 60 Prozent. Der Freistaat Bayern steuerte 9 Prozent bei. Die Unterrichtsgebühren deckten 31 Prozent des Haushalts.
Seit diesem Jahr hat die Musikschule auch ein eigenes Leitbild. Es trägt den Titel "Für ein Leben mit Musik" und wurde Ende Januar vom Kollegium der Musikschule verabschiedet. "Kunst und Kultur als elementare Bestandteile des Menschseins sind prägende Grundlage für das gesellschaftliche Zusammenleben", heißt es darin. "Daraus erwächst unser öffentlicher musikalischer Bildungsauftrag zur individuellen Förderung unserer Schülerinnen und Schüler und deren Hinführung zum eigenständigen und gemeinschaftlichen Musizieren."

Bürgermeister Christian Lange, als Referent für Bildung, Kultur und Sport für die Musikschule zuständig, erhielt von Musikschulleiter Erzfeld ein Exemplar des Leitbilds überreicht.

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