Trabelsdorf
Förderung

Mit dem Rad durchs Aurachtal

Bayerns Innen-Staatssekretär Gerhard Eck sagt in Trabelsdorf den Lückenschluss des Geh- und Radweges ins Maintal zwischen Tütschengereuth und Trabelsdorf zu. In Tütschengereuth kommt die Dorferneuerung.
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"Können wir uns das noch leisten?" Fragende Blicke tauschten die beiden Staatssekretäre Melanie Huml (Umwelt) und Gerhard Eck (Inneres, im Vordergrund) bei ihrem Besuch im Trabelsdorfer  Schloss angesichts der hoffnungsvollen Blicke  der Bürgermeister  Maria Beck, Johann Pfister und Peter Deusel (gegenüber von links). Rechts  daneben Michael Raab vom Straßenbauamt. Foto:  Barbara Herbst
"Können wir uns das noch leisten?" Fragende Blicke tauschten die beiden Staatssekretäre Melanie Huml (Umwelt) und Gerhard Eck (Inneres, im Vordergrund) bei ihrem Besuch im Trabelsdorfer Schloss angesichts der hoffnungsvollen Blicke der Bürgermeister Maria Beck, Johann Pfister und Peter Deusel (gegenüber von links). Rechts daneben Michael Raab vom Straßenbauamt. Foto: Barbara Herbst
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Zwei Bau-Zusagen hatte der Staatssekretär im bayerischen Innenministerium, Gerhard Eck MdL, bei einem Besuch in Trabelsdorf mitgebracht. 2013 sollen der Geh- und Radweg entlang der Staatsstraße 2262 von Tütschengereuth nach Trabelsdorf gebaut und die Ortsdurchfahrt von Tütschengereuth zumindest begonnen werden. Eck war auf Einladung seiner Staatssekretärs-Kollegin Melanie Huml MdL ins Bamberger Land gekommen. Aus Sicht der Umweltpolitik sei der Ausbau von Radwegen nur zu begrüßen, meinte Huml. Später stand ein Sandkerwa-Besuch fränkischer Abgeordneter auf dem Programm.

Drei Bürgermeister waren zum Besuch von Gerhard Eck im Trabelsdorfer Schloss gekommen: Neben dem Hausherrn und VG-Vorsitzenden Peter Deusel (Lisberg/BBL) auch Maria Beck (CSU) aus Priesendorf und Johann Pfister (BBL) aus Bischberg. Vor Wahlen sind Politiker vielleicht etwas zugänglicher für kommunale Bauvorhaben und der Unterfranke Gerhard Eck bildete da keine Ausnahme. Man wolle "verbindlich miteinander umgehen", betonte er, und sagte Peter Deusel und Johann Pfister den Bau des etwa drei Kilometer langen Geh- und Radweges vom Bischberger Gemeindeteil Tütschengereuth zum Lisberger Gemeindeteil Trabelsdorf für etwa 500 000 Euro zu. Weil das Förderprogramm für den nachträglichen Bau von Geh- und Radwegen an Staatsstraßen 2013 ausläuft, wird im Winter die Planung erfolgen, anschließend der Bau. Und auch die 150 000 Euro für den Ausbau der Staatsstraße durch Tütschengereuth werden aus dem Staatssäckel bereitgestellt, ließ Eck wissen.

Die Notwendigkeit des Radwegebaues belegten Eck und der Leiter des Staatlichen Bauamtes Bamberg, Baudirektor Andreas Eisgruber, mit einigen Zahlen. So seien zwischen den beiden Orten täglich etwa 5600 Fahrzeuge unterwegs, fast doppelt so viel wie im Durchschnitt auf Bayerns Staatsstraßen. Fünf Prozent davon sind Lastwagen. Die Staatsregierung wende sich damit gegen Kritik am Ausbau von Radwegen: "In Bayern legen wir darauf großen Wert", betont Eck und begründete dies mit der Energiewende ("Arbeitswege bis 15 Kilometer können wir an drei Vierteln des Jahres mit dem Elektrorad machen"), mit dem Rad-Tourismus als Wirtschaftszweig, der in Franken "ausgezeichnet aufgestellt" sei, und nicht zuletzt mit einem "Stück Sicherheit".

Eine "feine Geschichte" nannte Stellvertretender Landrat Johann Pfister den Bau des Radweges vom Main- ins Aurachtal. Für die Gemeinde Bischberg bedeute er eine wichtige Verbindung ins Aurach- und weiter ins Ebrachtal und mit der Straßensanierung Tütschengereuth könne man "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen". "Ich freue mich, dass dieser Lückenschluss kommt", betonte auch Peter Deusel. Damit entlaste man nicht nur die Verbindung ins Maintal, sondern auch das Maintal selbst. Deusel brachte bei dieser Gelegenheit zudem die Sanierung der Ortsdurchfahrt Trabelsdorf ins Gespräch, Eck will die Möglichkeiten dafür "mal checken".

Und Maria Beck? Wenn schon ein Radweg von Main- ins Aurachtal, dann am besten gleich ein Weiterbau über Landkreis- und Bezirksgrenzen hinweg von Priesendorf nach Kirchaich ebenfalls entlang der Staatsstraße, war ihr Begehr. Bisher sei dafür ein erheblicher Umweg durch Waldgebiete notwendig, wo man vor allem Kinder nicht gerne alleine fahren lasse. "Die Gemeinde Priesendorf würde sich daran beteiligen", betonte Maria Beck, um Radfahrern eine weitere reizvolle Verbindung zwischen Unter- und Oberfranken anzubieten.
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