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Wirtschaft

Michelin in Hallstadt hat jetzt Platz für 620 000 Reifen

Der Reifenhersteller Michelin in Hallstadt hat am Sonntag das 45-jährige Bestehen gefeiert und sein neues Logistiklager eingeweiht.
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20 540 Quadratmeter mehr Platz wurden durch den Bau des neuen Logistiklagers auf dem Michelin-Werksgelände geschaffen. Foto: Barbara herbst
20 540 Quadratmeter mehr Platz wurden durch den Bau des neuen Logistiklagers auf dem Michelin-Werksgelände geschaffen. Foto: Barbara herbst
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Es ist Teil der europaweiten Umstrukturierung der Logistik und für das Werk Hallstadt ein weiterer Meilenstein: Der Reifenhersteller Michelin hat sein neues Logistiklager in Betrieb genommen. Kernstück ist eine 20 540 Quadratmeter große Lagerhalle mit zusätzlich 550 Quadratmeter Technikräumen sowie einem 500 Quadratmeter großen Bürotrakt. Rund elf Millionen Euro flossen in das Vorhaben.

"Wir haben den Anspruch, bei der Belieferung ,Best in Class' zu sein", sagte Michael Weynand, Michelin-Logistikleiter Nord-Europa, bei der Einweihungsfeier am Sonntag. "Dazu gehört, wirtschaftlicher transportieren zu können und bei den Anlieferzeiten sowie die generellen Liefermöglichkeiten noch flexibler zu sein."

Die neue Lagerhalle bietet Platz für über 432 000 Pkw-Reifen und erweitert die Lagerkapazität von ursprünglich 187 000 auf knapp 620 000 Stück.


Zweifacher Grund zum Feiern

Zu feiern hatten das Unternehmen und seine Mitarbeiter aber nicht nur den Abschluss des Bauprojekts auf einer Gesamtfläche von 63 000 Quadratmetern, sondern auch das 45-jährige Bestehen des Hallstadter Werks, in dem über 900 Menschen beschäftigt sind.

Bis heute sind dort 231 Millionen Reifen produziert worden, informierte Werksleiter Wolfgang Nagel die Beschäftigten und ihre Angehörigen, die ehemaligen "Micheliner" und die Ehrengäste bei der Feierstunde, die dem Familienfest am "Tag der Arbeit" vorausging.

Nagel gab einen Überblick über die Geschichte des Werks in Hallstadt, das mit zu den größten Arbeitgebern in der Region Bamberg gehört und über die Eckpunkte der Planung und des Logistikzentrum-Baus.

Die Vorgaben der Firmenleitung, auf dem Werksgelände zusätzliche Lagerkapazitäten zu schaffen, seien am Standort Hallstadt zunächst mit dem ICE-Ausbauprojekt kollidiert. Die Verhandlungen mit der Bahn um die Abtretungsflächen seien nicht einfach gewesen, hätten aber zu einem zufriedenstellenden Ergebnis geführt. Am 6. August habe man den ersten Spatenstich machen und am 20. August mit dem Bau beginnen können.


Bekenntnis zum Standort

Viele Innovationen hätten in den letzte Jahren dazu geführt, das Werk zukunftsfähig zu machen. Dazu gehöre auch die Entscheidung, in Hallstadt nicht mehr nur Reifen in der Größe 16 Zoll, sondern auch in 17 und 18 Zoll herzustellen.

"Diese Entwicklung sichert uns eine gute Auslastung." Es sei vorgesehen, die Produktvielfalt weiter zu erhöhen.
Wie Wolfgang Nagel betonten auch die Grußwortredner die Bedeutung von innovativer Produktentwicklung und zukunftsorierentierten Unternehmensstrukturen: Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU), Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn (CSU), MdB Andreas Schwarz (SPD), Oberfrankens IHK-Präsident Heribert Trunk und Hallstadts Bürgermeister Thomas Söder (CSU) freuten sich über das Bekenntnis der Konzernleitung zum Standort Hallstadt. Logistik-Leiter Wolfgang Weynand nannte ihn später "einer der bedeutendsten in Europa".

Europa-Abgeordnete Monika Hohlmeier (CSU) ging unter anderem darauf ein, dass das Thema Reifenproduktion und -qualität auch das Europäische Parlament beschäftige, da immer mehr in China hergestellte Billigware in den europäischen Markt drücke. "Wir kämpfen für Sie!", versicherte sie den Unternehmensvertretern.


Über 900 Arbeitsplätze

Bambergs Bürgermeister Christian Lange (CSU) hob das Engagement der Firma Michelin auf gesellschaftlichem und sozialem Gebiet heraus.

Landrat Johann Kalb (CSU) ging auf die Bedeutung eines Unternehmens mit über 900 Arbeitsplätzen für die Region ein. Gerne würde er Michelin "im Club der 1000er" sehen. Augenzwinkernd versprach er dafür ein Extra-Landkreisbier.
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