Köstlich die Parodien von Christopher Müller auf den Paten oder Thomas Gottschalk, dem die Mafiosi im Tausch gegen seine Villa zur MCC-Präsidentschaft verhelfen.

Zum Narhallamarsch zieht das Prinzenpaar mit seinem Gefolge in die ausverkaufte Seehofhalle ein, während ein kleiner Junge mit seiner Handkamera das Spektakel filmt, als wäre er ein unbeteiligter Zuschauer. Doch einige Minuten später wird der zehnjährige Moritz selbst auf der Bühne stehen und im Scheinwerferlicht seinen Teil zur Gaudi des Abends beitragen. Zunächst aber begrüßt Sitzungspräsident Erhard Hippacher die Gäste, und die MCC-Kindergarde unter ihren beiden Trainerinnen Katharina Schimschal und Tina Schlosser geben einen rockigen Einstieg zu den Klängen der Rolling Stones.

Ampeln sorgen für Gelächter


Bereits zum zweiten Mal streifte Hans Schuster das Gewand des kritischen Till über, der dem Volk in der Bütt seinen Spiegel vorhält. Dabei stellt er sogleich den Ampelwald vor Lichteneiche an den Pranger ("In Richtung Bamberg, welche Plag´, steht man doch den ganzen Tag. Die Planung, die versteh ich nimmer, denn wenn man rausfährt, ist´s noch schlimmer!"). Und direkt an Bürgermeister Möhrlein aus der Nachbargemeinde Litzendorf gewandt, lästert er in Anspielung auf die Wasserverschmutzungen in den örtlichen Fischweihern: "So leicht macht man sich Feinde, ist man die sauberste Gemeinde - Sie sollten ihren Bürgern raten, nur einmal wöchentlich zu baden!"

Doch er findet auch versöhnliches, in dem der die gelungene Ortskernsanierung lobt und die neuen Möglichkeiten, die sich nun bieten: "Besonders schön in diesem Jahr, die Memmelsdorfer Kirchweih war". Die Willkommensgrüße des Prinzenpaares Jan I. und Lisa I. an ihr Narrenvolk sind verbunden mit einem Dank an die vielen Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen. Der anschließende Auftritt der Bambinis entführt mit ihrem bezaubernden Tanz nach Mexiko (Einstudierung Andrea und Elfriede Brehm).

Der Schulbub und der Dreikäsehoch


Als "Lehrer und Schüler" sind Zweiter Bürgermeister Herbert Stenglein und Hugo Druck als "ewiger" Schulbub´ alte Bekannte bei der Gala. Doch diesmal haben sie in Moritz Lamprecht Verstärkung gefunden, der inzwischen vom Zuschauer zum Akteur geworden ist und sich unvermittelt auf der Bühne wiederfindet. Der "Dreikäsehoch" erzählt ganz ungeniert und erntete die größten Lacher mit seinen Kalauern, wenn er den Unbedarften spielte, der es aber faustdick hinter den Ohren hat.

Großer Applaus für die gelungene Verjüngungskur mit einem lässigen Moritz. Der wechselt kurz nach seinem Auftritt gleich wieder in seine Rolle als Kameramann, erstürmt doch anschließend sein Papa zusammen mit dem Männerballett die Bühne. Mit ihrer Interpretation des Kinohits "Der Schuh des Manitu" holten die gewichtigen "Grazien" mehr als einmal "das Lasso raus". Ohne Zugabe ließen die begeisterten Zuschauer ihre Cowboys und Indianer nicht ziehen. Mit den schwergewichtigen Balletteusen "herumschlagen" musste sich in der Vorbereitungszeit deren Trainerin Sandra Einwich.