Zeegendorf
Brände

Löschen statt feiern hieß es für etliche Feuerwehrleute im Raum Bamberg

Für die Feuerwehrleute aus Hirschaid und Umgebung fing das neue Jahr arbeitsreich ein: Sie mussten zwischen 23 und kurz nach 2 Uhr zwei Einsätze bestreiten. Statt mit Familie und Freunden um Mitternacht anzustoßen war löschen angesagt - erst im Ortsteil Zeegendorf, später in Strullendorf direkt.
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Ein Schmorbrand im Keller eines Strullendorfer Mehrfamilienhauses ging am Neujahrsmorgen glimpflich ab. Foto: News5/Merzbach
Ein Schmorbrand im Keller eines Strullendorfer Mehrfamilienhauses ging am Neujahrsmorgen glimpflich ab. Foto: News5/Merzbach
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Die erste Alarmierung der Feuerwehren Zeegendorf, Mistendorf, Teuchatz, Leesten und Litzendorf erfolgte am Silvesterabend um kurz nach 23 Uhr, berichtet Markus König von der FFW Hirschaid. Gemeldet war ein Feuer in einer Garage in Zeegendorf.

Vor Ort entpuppte sich die Lage als relativ heikel, denn das brennende Objekt - die Feuerwehr spricht von einem Carport, die Polizei von einer Scheune - stand in einem dicht bebauten Wohngebiet und die Flammen hatten schon auf einen benachbarten Schuppen und einen flachen Anbau übergegriffen.

Zur Verstärkung wurden die Feuerwehren aus Strullendorf, Hirschaid, Kälberberg, Geisfeld und Heiligenstadt dazu gerufen sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung und weitere Führungskräfte des Landkreises und die Kreisverwaltungsbehörde alarmiert.

Erst mit Hilfe der Drehleiter und Wasserwerfer der Feuerwehr Hirschaid sei es gelungen, die Flammen niederzuschlagen und das Feuer ganz zu löschen, so der Pressebeauftragte der FFW Hirschaid.

Die Brandursache ließ sich nach Angaben der Polizei-Inspektion Bamberg-Land vor Ort nicht feststellen. Die Kriminalpolizei hat daher Ermittlungen aufgenommen.

Der Schaden wird von der Polizei auf rund 50 000 Euro geschätzt: Das Feuer hat insgesamt drei Fahrzeuge zerstört, darunter zwei Personenwagen.
Der 49-jährige Besitzer zog sich dem Polizeibericht zufolge beim Versuch, selbst den Brand zu löschen, eine leichte Rauchgasvergiftung zu und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Vom Qualm wach geworden

Kaum waren die Feuerwehren in Zeegendorf fertig, ging der nächste Alarm ein. Diesmal aus Strullendorf direkt; gemeldet waren ein Kellerbrand in der Laurenzistraße und, dass Personen gefährdet wären. Die Strullendorfer Feuerwehr und deren Kollegen aus Leesten und Hirschaid übernahmen den Einsatz.

Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, war das Wohnhaus so stark verqualmt, dass zwei Bewohner aus einem oberen Stockwerk nicht mehr alleine ins Freie gelangen konnten. Sie wurden von den Wehrleuten mit Hilfe von Fluchthauben in Sicherheit gebracht.

Der Rauch hatte sich den polizeilichen Ermittlungen zufolge in einem Kellerraum entwickelt. Wie sich herausstellte, hatten die Bewohner - eigentlich vorbildlich - das von ihnen abgebrannte Feuerwerk nicht draußen liegen gelassen sondern wieder mit ins Haus genommen. Sie hatten sie es in einer Plastikwanne in den Heizungsraum des Mehrfamilienhauses gestellt. Irgendetwas muss noch geglimmt haben, denn die Plastikwanne verschmorte wenig später und entwickelte eine Menge Rauch.

Die Bewohner hatten großes Glück: Sie waren schon zu Bett gegangen und wurden von dem brennenden Qualm wieder wach.

Die Feuerwehr löschte den Schmorbrand schnell, so dass nach Polizeiangaben niemand verletzt wurde und auch kein nennenswerter Sachschaden entstanden ist.
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