Bamberg
Spende

Leser gaben 30.000 Euro für Wärmestube

Es ist ein kleines Wunder: Jedes Jahr spenden Bürger und Betriebe der Wärmestube genug Geld, damit die Einrichtung selbst ihren Beitrag zum Fortbestand leisten kann. Er ist hoch, liegt derzeit zwischen 60.000 und 65.000 Euro. Bei der Adventsaktion des MGO-Spendenvereins "Franken helfen Franken" ging annähernd der halbe Betrag ein.
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MGO-Geschäftsführer Walter Schweinsberg (Dritter von rechts) mit Vertretern der Trägerverbände in der Wärmestube. Foto: Matthias Hoch
MGO-Geschäftsführer Walter Schweinsberg (Dritter von rechts) mit Vertretern der Trägerverbände in der Wärmestube. Foto: Matthias Hoch
Mit so viel Geld hat niemand gerechnet - nicht der Spendenverein "Franken helfen Franken" der Mediengruppe Oberfranken (MGO) und nicht die Träger des Treffpunkts "Menschen in Not": Ziemlich genau 30 000 Euro spendeten Leser der Bamberger Ausgabe des Fränkischen Tags und unserer Internetseite "inFranken.de" in der Weihnachtszeit für die Wärmestube und sicherten damit deren Fortbestand für ein weiteres Jahr.

Die Spende sei überwiesen, berichtete MGO-Geschäftsführer Walter Schweinsberg am Freitag bei einem Besuch in der Siechenstraße 11. Sie ist dort nach seinen Worten sehr gut investiert. "Menschen in Not" sei eine wichtige Einrichtung, in der "tolle Arbeit" geleistet werde.

Mit jedem Artikel einer vierteiligen FT-Serie im Advent hatte sich das Spendenkonto von "Franken helfen Franken" zu Gunsten der Wärmestube weiter gefüllt. Die Beiträge beleuchteten die Angebote und Aufgaben der Einrichtung und ganz unterschiedliche Schicksale von drei Stammgästen.

Die Zeitungsberichte hätten veranschaulicht, wie schnell jemand durch Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes oder Krankheit aus der Bahn geworfen und auf unbürokratische Hilfe angewiesen sein könnte, sagten Vertreter der Trägerverbände: Monika Schless und Peter Ehmann (Stadtcaritasverband), Norbert Engel (Ehrenamtlichen-Initiative Mt. 25), Norbert Kern (Diakonisches Werk Bamberg-Forchheim) sowie der einzige Hauptamtliche im Treffpunkt, Peter Klein.

Die 30.000 Euro decken etwa die Hälfte der Summe, die die Verantwortlichen heuer zu den Betriebskosten beisteuern müssen. Laut Klein gäbe es die Einrichtung längst nicht mehr, wenn nicht jedes Jahr "ganz viele an uns denken würden".


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