Bamberg
Umzug

Lautstarker Ortswechsel der Bamberger Musikschüler auf den Michaelsberg

Die städtische Musikschule hat mit einem musikalischen Umzug durch die Innenstadt ihre neuen Räumlichkeiten in der alten Propstei auf dem Michaelsberg bezogen. Damit endet ein 65-jähriges Provisorium.
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Dass sie umziehen, ließen die Musikschüler alle mit Schlag-, Blas- und Streichinstrumenten wissen.Foto: RiegerPress
Dass sie umziehen, ließen die Musikschüler alle mit Schlag-, Blas- und Streichinstrumenten wissen.Foto: RiegerPress
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Man hätte fast meinen können, den Musikschülern und ihren Lehrern konnte es gestern gar nicht schnell genug gehen, von ihrer alten Wirkungsstätte in der Gangolfschule in der Luitpoldstraße in ihr neues Zuhause am Michaelsberg zu kommen. Denn die weit über 200 am musikalischen Umzug teilnehmenden jungen Musiker legten ein strammes Tempo vor, als sie durch die Innenstadt, durchs alte Rathaus und vorbei am Dom zum Michaelsberg zogen.

Und dies obwohl sie dabei emsig in die Trompeten, Hörner und Klarinetten bliesen, schwungvoll auf den Geigen fiedelten und kräftig auf die Pauke hauten. Kleine Verschnaufpausen gönnten sie sich nur am Maxplatz, am Gabelmann sowie am Dom. Dort wurden sie nämlich von anderen Musikgruppen der Städtischen Musikschule beziehungsweise aus Bambergs Partnerstädten mit kleinen Musikständchen empfangen.

Schneller als gedacht

Eigentlich waren für die rund zweieinhalb Kilometer Fußweg eineinhalb Stunden eingeplant gewesen, doch der Umzug erreichte bereits nach einer Stunde die Propstei und damit das neue Domizil. Während die Umzugsteilnehmer sich im Garten mit Getränken erfrischen konnten, wurden nach einer kurzer Pause in der St.-Getreu-Kirche im Rahmen eines Festaktes die neuen Räumlichkeiten eingeweiht.
Mit dem Umzug in die Alte Propstei am Michelsberg endet ein 65 Jahre andauerndes Provisorium in den Räumen der Gangolfschule. Derzeit werden 1330 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 53 Lehrkräften unterrichtet. Nach der Kreismusikschule Bamberg ist die städtische Musikschule die zweitgrößte derartige Einrichtung in Oberfranken. Gemessen in Bezug auf die Einwohnerzahl, ist es sogar die größte.
Der Musikschule stehen in dem neu sanierten Gebäude der ehemaligen Propstei am Michelsberg 18 Unterrichtsräume von 18 bis 55 Quadratmeter für Einzelunterricht und Kleingruppen zur Verfügung. In zwei Sälen mit jeweils 100 Quadratmetern können Konzerte, Ensembleproben und Wettbewerbe stattfinden. Darüber hinaus wird es einen großzügigen Eingangs- und Wartebereich geben, Verwaltungsräume, ein Lehrerzimmer und eine Bibliothek.

Auch gibt es laut Bürgermeister Christian Lange (CSU), der den Umzug begleitete, keinen Grund zur Beunruhigung wegen der Verkehrssituation. "Um einen allzu hohen Autoverkehr zu vermeiden, haben wir zu Beginn des Schuljahres ein Musikschulticket eingeführt, mit dem alle Schüler der Städtischen Musikschule ab sechs Jahren kostenlos von ihrem Wohnort zur neuen Musikschule und wieder wieder zurück fahren können", betonte er.
Den Umzug hingegen fand er sehr beeindruckend. Es sei ein wunderschönes Bild gewesen, als die jungen Menschen die historische Altstadt mit Leben und Musik belebten.

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