Kemmern
Jubiläum

Kemmern und Kirche sind eng verbunden

Das Fest zum 1000-jährigen Bestehen der Gemeinde Kemmern begann mit einem Festgottesdienst.
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Den Festgottesdienst zelebrierte Erzbischof Ludwig Schick. Foto: Johannes Michel
Den Festgottesdienst zelebrierte Erzbischof Ludwig Schick. Foto: Johannes Michel
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Viele Jahrhunderte lang unterstand die Gemeinde Kemmern direkt dem Bamberger Bischof. Und auch heute noch arbeiten politische und kirchliche Gemeinde in Kemmern eng zusammen. Somit war es selbstverständlich, dass das große Festwochenende zum 1000-Jährigen der Gemeinde mit einem Festgottesdienst begann.

Eine große Kirchenparade holte die Festgäste am Ortseingang ab, angeführt vom Musikverein Kemmern. Am Pfarrhaus stießen dann die Geistlichen hinzu, gekommen war auch Erzbischof Ludwig Schick. Diesen begrüßte Bürgermeister Rüdiger Gerst (CSU) zu Beginn des Festgottesdienstes - und betonte dabei die enge Verbindung zwischen Kirche und Politik in Kemmern.

Allein schon aus der Geschichte ergebe sich, dass die Kirche nicht umsonst baulicher Mittelpunkt des Ortes sei. Ebenso entscheidend seien aber auch die Pfarrer, die sich in Kemmern oftmals über ihre eigentlichen Aufgaben hinaus engagiert hätten. Das gelte auch für Pfarrer Valentin Tempel, der übrigens vergangene Woche sein 25-jähriges und damit silbernes Priesterjubiläum gefeiert hat.


Schick: Familie heißt Mutter und Vater

Erzbischof Ludwig Schick stellte in seiner Predigt das eigentlich Zentrale für eine Kommune heraus: die Menschen. "Bedeutend sind meistens die Kleinen", so Schick. Exemplarisch nannte Schick Kindergärtnerinnen, Ehrenamtliche, die vielen in Vereinen aktiven Bürger - etwa im Musikverein, dessen Teilnahme an einer Kirchenparade wie am heutigen Tag nicht selbstverständlich sei. Er hob auch die Rolle der Familie für die 1000-jährige Geschichte des Ortes hervor. Ohne die Familien und ihren Zusammenhalt könne keine Kommune bestehen. Mit Familie meinte Schick ausdrücklich das klassische Bild aus Mutter und Vater. "Das bedeutet nicht, dass wir andere Lebensweisen abwerten wollen, dennoch leben wir aus diesen Familien", erläuterte Schick seine Haltung zur "Ehe für alle", die der Bundestag am Freitag ermöglicht hat.

Nach dem Festgottesdienst zogen die Ehrengäste und die zahlreichen Gottesdienstbesucher ins Festzelt auf dem Festplatz am Main, wo die Feierlichkeiten mit dem großen Festabend weitergingen.
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