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Bamberg
Umzug

Kaum Cowboys, kein Trump

Beim Fasching in der Gartenstadt übten sich die meisten Besucher in fränkischem Understatement - und kostümierten sich erst gar nicht.
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Awo-Vertreterin mit bunter Karre
Awo-Vertreterin mit bunter Karre
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Die Ausbeute des Reporters nach einer guten Dreiviertelstunde Faschingszug: eine Handvoll Popcorn, eine Karotte. Auffällig gesund werden die Gartenstadter in diesem Jahr von den Wagen herab beschenkt. Natürlich gibt es Bonbons, aber eben auch: Karotten, Kiwis. Die Bäckerei Loskarn verteilt Brötchen, Norbert Tscherner wirft mit Bananen.


Giraffen und Einhörner

Was die Kostüme angeht, vertritt ein Großteil der Gartenstadt klassisch-fränkisches Understatement: Zum Fasching kommt man in denselben Klamotten, die man jeden Tag trägt. Ganz Lustige setzen sich einen Hut auf den Kopf oder malen sich einen Stern ins Gesicht.
Daneben gibt es die Evergreens: Piraten und Clowns, dafür kaum Cowboys. Tatsächlich kreuzt kein einziger Trump den Weg des Reporters. Zwar scheint die Sonne am Samstagnachmittag, es ist aber trotzdem frisch. Da empfiehlt sich ein flauschiges Ganzkörperkostüm. Es sind mehrere Giraffen und Einhörner unterwegs.
Superman führt den Zug an. Über 800 Ehrenamtler beteiligen sich laut Organisator Neller insgesamt. Dazu gehören unter anderem Mitarbeiter der Bücherei in der Gartenstadt, die in diesem Jahr als "Orient Expresso" durch die Seehofstraße ziehen inklusive Löwe, Scheich und Schatztruhe. Auf einem Wagen mit der Aufschrift "Zirkus Stadtrat" ist wieder eine Giraffe zu sehen - mit dem Kopf von Oberbürgermeister Starke.
Der Rewe-Supermarkt beziehungsweise dessen Mitarbeiter kommen in Erdbeer- und Bananenkostümen, die der Kindertagesstätte an der Auferstehungskirche als Gärtner. Musikalisch wechseln sich Ballermannhits von der Konserve ab mit der Musik von Spielmannszügen. Die Mädchengarde Zapfendorf und der Memmelsdorfer Carnevals Club tanzen "Helau!"-rufend in Richtung Kunigundenkirche.
Und am Straßenrand warten die Kinder mit großen Tüten, die möglichst voll mit nach Hause genommen werden wollen, voll mit Süßigkeiten, nicht Obst. Aber nicht jeder hat an ein Transportmittel gedacht. In der Not tut es auch eine Mütze.
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