LKR Bamberg
Jubiläum

In Baunach "wurde alles richtig gemacht"

In Baunach wurde nicht nur das 30-jährige Bestehen des örtlichen Musikvereins gefeiert, sondern auch das Kreismusikfest.
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Der Gemeinschaftschor war der Höhepunkt eines Kreismusikfestes in Baunach.  Foto: Lena Thiem
Der Gemeinschaftschor war der Höhepunkt eines Kreismusikfestes in Baunach. Foto: Lena Thiem
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Mit dem gemütlichen Flair eines Straßenfestes und vielen heimischen Musikern aus der Umgebung feierte der Musikverein Baunach am vergangenen Wochenende sein 30. Jubiläum. Vom Sternmarsch über Frühschoppen, Festzug, Gemeinschaftschor bis zum "Böhmischen Traum" war alles dabei.
Die Glocken von St. Oswald hatten ihr 19-Uhr-Läuten gerade beendet, da erschallte aus allen Richtungen rund um den Marktplatz Marschmusik. Sechs Kapellen marschierten gleichzeitig auf den Marktplatz zu, um die Gäste gemeinsam mit dem "Frankenliedmarsch" zur Festbühne zu begleiten. Damit war der Startschuss gesetzt für ein harmonisches Festwochenende.
Im Schlossgarten war die Atmosphäre beinahe romantisch, besonders abends, während Pavillons und Bänke vor der Lechner-Bräu das Flair eines Straßenfestes ausstrahlten, die lauen Sommernächte taten ihr Übriges.
Dazu gaben hervorragende Kapellen aus dem Landkreis Bamberg und Langenpettenbach den Ton an, während 100 Helfer des Musikvereins Baunach sich um das leibliche Wohl der Gäste und den reibungslosen Ablauf kümmerten. Alles mit eindrücklicher Gelassenheit.

"Sonnen-Schirmherrin" Zeulner

Es war das erste Fest des Vereins in dieser Größenordnung, wie Festausschussleiter Christian Albrecht erzählt: "Am Freitag war die Stimmung gut, aber am Samstagabend, als es kühler wurde und die "Liga" spielte, war sie Bombe. Und das alles ohne Probleme oder Zwischenfälle." Vorsitzender Alexander Gleußner zeigte sich ebenfalls zufrieden: "Wir haben unser Fest hauptsächlich mit Musik-Gruppen aus dem Landkreis bestritten und alle, die mitgemacht haben, hatten viel Spaß. Das ist die Hauptsache." Der Festumzug am Sonntag war der Härtetest für Musiker, Organisatoren, Ehrengäste und Besucher. Bei ca. 33 Grad im Schatten waren die Zuschauerzahlen überschaubar, die den 16 Musikkapellen und Baunacher Vereinen vom Straßenrand zuschauten. Auch während des Gemeinschaftschors suchten die Zuschauer den Schatten der Häuser. Die Ehrengäste brüteten zusammen mit den Musikern in der Sonne auf dem historischen Marktplatz. Dafür hielten sie auch die Grußworte entsprechend kurz. Vielleicht hat es Emmi Zeulner, die sich selbst in "Sonnen-Schirmherrin" umtaufte, etwas zu gut mit dem Wetter gemeint. Es war ihre erste Schirmherrschaft für ein Musikfest und sie zeigte sich begeistert von diesem "krönenden Abschluss, dem Gemeinschaftschor." Und auch davon, was die junge Vorstandschaft des Musikvereins in Baunach auf die Beine gestellt hatte.
Angelika Becher, Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, dankte dem Verein für die Leistung und den Mut, ein Kreismusikfest zu organisieren: "Es gibt nicht mehr viele große Feste, doch in Baunach zeigt sich, wie schön solche doch sein können: Das Wetter passt, Gäste sind da und spätestens beim Gemeinschaftschor sind alle Musiker in Harmonie vereint. - Hier wurde alles richtig gemacht."
Auch Landrat Johann Kalb, der in diesem Amt das erste Mal ein Kreismusikfest miterleben durfte, zeigte sich begeistert von dem Klang und dem Anblick der vielen Musiker von der Tribüne aus. Vorstand Alexander Gleußner hielt mit seiner Begeisterung auch nicht hinter dem Berg, als er die Musiker aus dem Landkreis, aus Unterfranken und Altbayern persönlich begrüßte: "Das sieht voll fett aus von hier oben, ihr fühlt euch sicher wie in einer Teflon-Bratpfanne. Dafür haben wir für Euch jetzt die schönsten Plätze im Schlossgarten reserviert."
Am Sonntagabend, als die Hitze zur lauen Sommernacht wurde, feierten dann auch die Baunacher Musiker selbst kräftig mit. Mit stehendem Applaus wurde den Stettfelder Musikanten eine Zugabe nach der anderen abgerungen. Diese verabschiedeten sich schließlich mit dem "Böhmischen Traum" - der zumindest für dieses Wochenende "Baunacher Traum" hätte heißen dürfen.
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