"Es ist eine andere Welt." Strullendorfs Bürgermeister Andreas Schwarz (SPD) blickt sich erfreut in "seiner" Halle um. Mit 32 Jahren war die Hauptsmoorhalle doch in ein Alter gekommen, in dem sie zunehmend Sorgen bereitet. Zwar wurde vor fünf Jahren das Dach erneuert und eine zeitgemäße Hackschnitzelheizung installiert, doch im Innern verbreitete sie noch vor wenigen Wochen den in die Jahre gekommenen Charme der 80er. Grün muss damals eine Trendfarbe gewesen sein. Vereinzelt ist es noch zu sehen. Jetzt dominiert helles Holz die Halle.

Mit dem neuen Glanz strahlten auch die neuen Nutzer gestern um die Wette. Denn aus der Hauptsmoorhalle wird spätestens mit der offiziellen Eröffnung am kommenden Samstag, 15. September, das "Basketball Center Hauptsmoor". Hier trainieren künftig die Brose Baskets. Und, wie deren Geschäftsführer Wolfgang Heyder betonte, ist auch viel Raum und Zeit für die Nachwuchs-Basketballer im Regnitztal vorgesehen. Nach jahrelanger Suche habe man nun hier dank der Gemeinde Strullendorf und engagierter Sponsoren unbürokratisch eine Lösung gefunden. Die Idee dazu kam von Jürgen Stäudler und Jürgen Koch vom Verein Basketball im Regnitztal. Welche Probleme für die Meister-Profis damit gelöst sind, schilderte Cheftrainer Chris Fleming: Als er nach Bamberg gekommen sei, habe die Mannschaft in manchen Wochen in vier verschiedenen Hallen trainieren müssen, mal in Breitengüßbach, mal in der Arena, dann in Stegaurach und auch noch am Georgendamm.

Dass nun Strullendorf zum Basketball-Zentrum wird, wertet Bürgermeister Schwarz als Imagegewinn für die Gemeinde. Auf der Gewinnerseite sieht er sich auch, was die Renovierung der Hauptsmoorhalle betrifft. Die Gemeinde habe die Gelegenheit gerne genutzt, und sich mit 150 000 Euro an den Gesamtkosten von rund 400 000 Euro beteiligt. Die Arbeiten haben der Bürgermeister und die Verwaltung hautnah miterlebt: Sie sind noch voraussichtlich bis nächstes Jahr im Herbst direkte Nachbarn, weil sie während des Rathausumbaus in der ehemaligen Gaststätte untergebracht sind.

Und die Strullendorfer müssen auch nicht auf ihren gewohnten Veranstaltungsort verzichten. 25 Veranstaltungstage sind vereinbart. So wird beispielsweise auch im kommenden Jahr der traditionelle Rosenmontagsball in der Hauptsmoorhalle stattfinden. Bei einer langfristigen Jahresplanung sei die Terminabstimmung überhaupt kein Problem, betonen beide Seiten.