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Hasskommentare: Erzbischof Schick ruft zur Versöhnung auf

Angesichts von Populismus und Hasskommentaren hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick zu Beginn der Adventszeit zur Versöhnung aufgerufen.
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Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick spricht am 18.04.2016 in Ansbach (Bayern) während der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Foto: Daniel Karmann/dpa
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick spricht am 18.04.2016 in Ansbach (Bayern) während der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Foto: Daniel Karmann/dpa
Angesichts von Populismus und Hasskommentaren hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick zu Beginn der Adventszeit zur Versöhnung aufgerufen. "Die letzten Monate waren von vielen populistischen Äußerungen, verbalen und sogar brachialen Attacken, Schmähungen und Entgleisungen geprägt", schrieb Schick am Freitag auf seiner Facebook-Seite. "Im Jahr der Barmherzigkeit war manches Reden und Tun sehr unbarmherzig." Viele Menschen hätten darunter gelitten und seien beschädigt, menschliche Beziehungen zerstört und die soziale Atmosphäre vergiftet worden.

"Auch persönlich habe ich darunter zu leiden gehabt", hieß es in dem Text weiter. Der Erzbischof war Ende Oktober Opfer von Hasskommentaren auf Facebook geworden. Unter einem Posting der Alternative für Deutschland (AfD) hatten Internetnutzer Beleidigungen bis hin zu Tötungsaufrufen gegenüber Schick geäußert.
"Ohne Verzeihen und Versöhnen gibt es keinen Neuanfang und keine bessere Zukunft", schrieb der 67-Jährige. "Wenn wir aggressiv werden, böse reden und handeln, dann sind wir fremdbestimmt."

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