Hirschaid
Medien

Grimme-Preis für einen Ex-Hirschaider

Michael und Andreea Wende erhielten den Publikumspreis für Grafik und Animation der vierteiligen Dokumentation "Kunst und Verbrechen".
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Michael Wende und Andreea Wende erhielten den Grimme-Preis für die ZDF/3sat-Koproduktion "Kunst und Verbechen" in der Kategorie "Publikumspreis der Marler Gruppe" für die Grafik und Animation der Serie.
Michael Wende und Andreea Wende erhielten den Grimme-Preis für die ZDF/3sat-Koproduktion "Kunst und Verbechen" in der Kategorie "Publikumspreis der Marler Gruppe" für die Grafik und Animation der Serie.
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Unter den Grimme-Preisträgern sind in diesem Jahr auch ein ehemaliger Hirschaider und seine Frau. Die vierteilige Dokumentation "Kunst und Verbrechen" (ZDF/3sat) hat den "Publikumspreis der Marler Gruppe" erhalten. Neben den Autoren/Regisseuren der vier Folgen ausgezeichnet wurden Michael Wende und seine Frau Andreea, verantwortlich für Grafik und Animation.

"Kunst und Verbrechen" taucht ein in die dunkle Geschichte des Kunstmarkts und beleuchtet die Nähe von Kunst und Kriminalität. Es geht um NS-Raubkunst, Fälschung, Schmuggel und Diebstahl. Die Macher gehen den Fragen nach, welche Rolle Museen, Sammler und Privateigentümer spielen und was die Kunstwelt mit dem organisierten Verbrechen zu tun hat.

"Das sind fast Krimigeschichten, die hier nacherzählt werden," sagt Michael Wende. "Alles musste so aufbereitet werden, dass es leicht verständlich ist." Keine einfache Aufgabe, angesichts der Komplexität des Themas. Das sahen auch die Juroren so.


Dynamische Gestaltung

In der Jury-Begründung heißt es: "Fernsehen kann mehr als nur Geschichten erzählen. Die Macher von ,Kunst und Verbrechen' aktivieren uns als Zuschauer auf allen ihnen möglichen Ebenen: ausgezeichnet recherchierte Inhalte packend erzählt, perfekt kombiniert mit teils frech kommentierenden Musikstücken und einer zeitgemäßen visuellen Gestaltung.

Gerade Letzteres ist unverzichtbar. Denn das Thema ist hochkomplex, die Verbindungen undurchsichtig. Mit Skizzen, Fotos und Verbindungspfeilen folgen wir der Sprecherin durch das Dickicht der Ermittlungen. Wer hat was mit wem zu tun? Wo befinden wir uns in der Geschichte? Durch die dynamische Gestaltung der Ermittlungstafel behalten wir stets den Überblick, haben das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein, und bleiben dabei immer höchst aufmerksam. Eine großartige Leistung von Andreea und Michael Wende, die die Marler Gruppe für ihre Animationen und Grafiken zusammen mit den vier Autoren mit dem Publikumspreis auszeichnet."

Michael Wende erläutert: "Eine Serie muss vom sogenannten Look and Feel her wiedererkennbar und unverwechselbar sein. Das war es, was den Ausschlag für den Preis gegeben hat. Wenn zum Beispiel ein neuer Protagonist vorgestellt wird kann man das per Bild machen. Wir haben einen etwas anderen Weg gewählt und unter anderem den ,Copy-and-Scan-Style' eingesetzt. In der Betrachtung blätter sich das Gesicht gewissermaßen auf."

Michael Wende (33) ist in Hirschaid aufgewachsen und lebt seit dem Studium zum Master Medientechnik in München. Zusammen mit seiner Frau Andreea (30) hat er seit kurzem eine eigene Produktionsfirma.
Eineinhalb bis zwei Woche haben die beiden an jeder Serien-Folge gearbeitet. Andreea war für die Grafik, Michael für die Animation zuständig. Derzeit arbeiten sie an einer Produktion für "Arte"


Preisgekrönte Diplom-Arbeit

Eine andere, mehrfach preisgekrönte Arbeit Michael Wendes ist übrigens "Der Taktstock", sein Diplom-Abschlussfilm an der Technischen Hochschule Deggendorf. Anschaulich und unterhaltsam erklärt er die Arbeit von Dirigenten. Im Mittelpunkt der Dokumentation steht der Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb der Bamberger Symphoniker 2010.

Die Serie "Kunst und Verbrechen wird auf 3sat wiederholt am Pfingstsonntag, 15. Mai, ab 10.15 Uhr Teil 1 und Teil 2; am Pfingstmontag ab 11.30 Uhr Teil 3 und Teil 4.


Preisgekrönte Diplom-Arbeit

Eine andere, mehrfach preisgekrönte Arbeit Michael Wendes ist übrigens "Der Taktstock", sein Diplom-Abschlussfilm an der Technischen Hochschule Deggendorf, der anschaulich und unterhaltsam die Arbeit von Dirigenten erklärt. Im Mittelpunkt der Dokumentation steht der Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb der Bamberger Symphoniker 2010.


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