Stegaurach
Nights of Horror

Grauenhafte Grusel-Lesung im Bürgersaal

Wenn es vor gar nichts mehr gruselt, der sollte sich mal dem Gruselkabinett der Künstlerwerkstatt, den "Nights of Horror” in Stegaurach aussetzen.
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Foto: Florian Wicht
Foto: Florian Wicht
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Verhungern oder verdursten muss dabei niemand. Silke Ullrich, bleich geschminkt und schwarz gewandet, forderte alle an- und verwesenden Besucher im nicht wieder zu erkennenden Bürgersaal der Gemeinde gerade noch rechtzeitig auf, von dem wahrhaft grauenhaften Bufett zu naschen oder einen Glubschaugen-Punsch zu genießen, was nicht wenige auch taten. Während das "grauenhafte" Bufett so grauenhaft nicht zu schmecken schien, näherte man sich dem zwischen gift- und dunkelgrün schwankenden Punsch doch eher vorsichtig. Gleichwohl - auch Bürgermeister Siegfried Stengel überlebte den Abend gänzlich unbeschadet, wie alle anderen auch.

Der Bürgersaal in Stegaurach. An diesem Abend schaurig-schön, nicht nur ein Meisterwerk, sondern das Meisterwerk der Werkstattkünstler; eine nebeldurchwaberte, von Spinnennetzen überzogene Bühne, Klanggewitter, bedrohliche Musik und Lichteffekte, die diese Sinfonie des Grauens, komponiert von Heike Hollet-Geppert, Elke Schellhorn, Peter Müller, Michael Feulner und der eiskalten Silke Ullrich, wirkungsvoll und nachhaltig unterstützten. Das Gespenst im Hintergrund hat einen Namen: Roland Eichhorn.

Das Grauen kam auf leisen Sohlen, wenn man von den in die atemlose Stille knallenden High Heels einer etwas verspäteten Besucherin einmal absieht: "Ich bin's nur. Habt ihr etwa Angst?” Ein befreites Lachen war die Antwort.

"Einlass ab 16 Jahren" steht auf den Eintrittskarten. Mit Recht. Für zarte Gemüter sind die mal leise, mal laut, aber immer fein nuanciert vorgetragenen, extrem blutigen Geschichten von Altmeistern des Schreckens wie Stephen King oder Edgar Allen Poe wahrlich nicht geeignet. Für jugendliche Zuhörer schon gar nicht.
Eine Vorstellung gibt es noch. Am 24. November um 20 Uhr im Hades des Stegauracher Bürgersaals.

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