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Burglesau
Jubiläum

"Gott hilft, wenn der Mensch hilft"

Die Freiwillige Feuerwehr Burglesau feiert vom 4. bis 7.Mai ihr 125-jähriges Bestehen. Als wichtigster Kulturträger der Ortschaft steht der Feuerwehrverein allen Einwohnern offen.
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Genau 50 Jahre her ist am heutigen 1. Mai die Weihe des neuen Tragkraftspitzen-Anhängers auf dem Kapellen-Vorplatz von Burglesau.Vorne im Dienstanzug die beiden Kommandanten von damals.
Genau 50 Jahre her ist am heutigen 1. Mai die Weihe des neuen Tragkraftspitzen-Anhängers auf dem Kapellen-Vorplatz von Burglesau.Vorne im Dienstanzug die beiden Kommandanten von damals.
Es ist erst gut zwei Jahre her, dass die Freiwillige Feuerwehr Burglesau ins Vereinsregister eingetragen wurde. Doch die Wehr hat eine weitaus längere Tradition in dem heutigen Stadtteil von Scheßlitz. Ein Blick in die Gründungsgeschichte zeigt, dass bereits am 27. Februar 1884 das Königliche Bezirksamt Bamberg I in einem Schreiben die förmliche Organisation der Pflichtfeuerwehr in Burglesau forderte. Zugrunde lag dem ein Beschluss der Königlichen Regierung von Bayern zur Bildung von Feuerwehrlöschgruppen.

Doch die Gemeinde Burglesau war zu dieser Zeit sehr mit Schulden belastet und viele Anwesen in der Ortschaft ernährten nur kümmerlich. Daher wurde die Bildung einer Feuerwehr vom Bürgermeister als unmöglich angesehen, weil die Mittel für die benötigte Feuerwehr-Ausrüstung nicht aufzubringen seien.

Erst durch die Einführung einer neuen Feuerlöschordnung für den Amtsbezirk Bamberg I, die am 20. November 1884 in Kraft trat, kam die Bildung einer Feuerwehr in Burglesau wieder zur Sprache. Auf ein Schreiben des Bezirksamtes hin legte die Gemeinde am 20. Februar1885 die Grundliste einer Pflichtfeuerwehr an. Ein Ausschuss unter Bürgermeister Josef Geldner arbeitete nun die Statuten für eine Freiwillige Feuerwehr aus. Die Statuten wurden am 29. Mai 1886 dem Königlichen Bezirksamt vorgelegt, das auf die Beschaffung einer Feuerlöschmaschine drängte. Erst als am 16. Juni 1887 eine Handdruckspritze eingetroffen war, erfolgte kurz darauf am 6. Juli die Eintragung in die Grundliste des Landesfeuerwehrverbandes, was als Gründungsdatum der Burglesauer Feuerwehr angesehen wird.

Spritze 78 Jahre im Dienst


Die erste Handdruckspritze der Burglesauer Wehr war dann bis 1965 in Gebrauch. Danach wurde der Feuerschutz vor allem durch die neue Wasserversorgung gewährleistet. 1972 wurde ein Tragkraftspritzenanhänger erworben. Danach begann man mit dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses, das 1979 eingeweiht werden konnte.

Seit langem wird in Burglesau großer Wert auf die Ausbildung der Aktiven gelegt. So legen seit 1976 regelmäßig Gruppen der FFW die Leistungsprüfungen mit Erfolg ab. Wie wichtig es ist, über eine gut ausgebildete und gut ausgerüstete Wehr zu verfügen, zeigte sich unter anderem in den Jahren 1995 und 2000, als in Burglesau Scheunenbrände gelöscht werden mussten.

Bei der Jahreshauptversammlung am 27. Februar 2010 wurde die Eintragung der Feuerwehr ins Vereinsregister beschlossen. Seither lautet der offizielle Name "Freiwillige Feuerwehr Burglesau e. V." Intention dieser Satzungsänderung war es, Burglesauern, die nicht aktiv Feuerwehrdienst leisten können, eine Mitgliedschaft in der Feuerwehr zu ermöglichen.

Dorfleben mitgestaltet


Die Feuerwehr ist in Burglesau neben dem Kirchenbauverein der einzige Kulturträger, der mit zahlreichen Veranstaltungen über das ganze Jahr hinweg das Dorfleben mitgestaltet, und will daher allen, die sich in die Dorfgemeinschaft einbringen wollen, offenstehen.

An aktiven Mitgliedern zählt die FFW Burglesau im Jubiläumsjahr 28 Feuerwehrmänner, drei Feuerwehrfrauen und sechs Jugendliche. So ist sichergestellt, dass die Wehr auch künftige Aufgaben getreu ihrem Leitspruch "Gott hilft, wenn Menschen helfen" erfüllen kann.

Rechtzeitig zum Jubiläumsfest wurde das Feuerwehrgerätehaus renoviert. Bereits seit mehreren Jahren waren Schäden an der Außenfassade des Gebäudes erkennbar. In Zusammenarbeit mit dem Bauamt der Stadt Scheßlitz wurden diese Arbeiten zwischen Oktober 2009 und Juni 2010 ausgeführt. Dabei arbeiteten 41 Helfer an 56 Tagen beziehungsweise Abenden und erbrachten ehrenamtlich über 1000 Arbeitsstunden. An den Gesamtkosten in Höhe von etwa 12 600 Euro, die vor allem Materialkosten waren, beteiligte sich die Stadt Scheßlitz mit rund 11 000 Euro.





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