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Bamberg
Festival

Gitarrentage ziehen an den Stephansberg

Klassische Musik, Flamenco und Blues bieten die Bamberger Gitarrentage ab 7. November. Erstmals finden sie an vier Wochenenden in der Johanniskapelle statt. Zwei Lokalmatadore eröffnen das Festival, das sich längst auch jenseits regionaler Grenzen einen Namen machte. Vorab Videos zu den Künstlern.
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Antonio Andrade möchte das Bamberger Publikum bezaubern. Foto: pr
Antonio Andrade möchte das Bamberger Publikum bezaubern. Foto: pr
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Das Festival der Saitenklänge kehrt zurück und beginnt in diesem Jahr mit klassischer Musik: Gernot Hammrich und Susanne Schumm eröffnen am 7. November als Lokalmatadore die international besetzten Gitarrentage, die im vergangenen Jahr in Bamberg über 850 Besucher erlebten. Erst am 28. November klingt der Konzertreigen aus, nachdem Mike Marshall und Caterina Lichtenberg das Publikum zuletzt noch in die "Welt der Mandoline" entführten.


Aus dem 14. Jahrhundert

Mehr als verdreifacht hat sich die Besucherzahl seit den Anfängen. Dabei sind die Gitarrentage auf Wanderschaft seit sie 2010 die frühere Kupfer-Mohrenwitzfabrik in der Luitpoldstraße 40a verließen.
Nach Stippvisiten im E.T.A.-Hoffmann-Theater, den Haas- und Harmoniesälen zieht die Veranstaltungsreihe nun erstmals in die Johanniskapelle am Stephansberg: "Wie in unserem früheren Stammsitz findet das Publikum hier die nötige Ruhe, um sich ganz auf die Musik zu konzentrieren", meint Petra Schwarz als Vorsitzende des Vereins Neues Palais, der die Gitarrentage veranstaltet. Auch sei die Akustik des gotischen Gotteshauses aus dem 14. Jahrhundert ausgezeichnet.




Ein möglichst breit gefächertes Programm möchte die Organisatorin dem Publikum bieten, das alle Jahre wieder nicht nur aus dem Bamberger Raum zu den Gitarrentagen pilgert. Kammermusikalisch erfahrene Künstler starten den Reigen mit Gitarre, Harfe und einem Repertoire, das von den alten Meistern der Renaissance bis hin zu zeitgenössischen spanischen und südamerikanischen Komponisten reicht. Der akustischen schwarzen Roots- und Bluesmusik hat sich das zweite Duo verschrieben, das am 13. November von der Isar an die Regnitz reist: Black Patti. Neben dem mehrfach preisgekrönten Gitarristen und Mundharmonika-Spieler Peter Crow C. erleben Konzertbesucher Mr. Jelly Roll, der die Songs und Arrangements des Duos mit der Mandoline zum Klingen bringt.





Aus der Heimat des Flamenco

Aus Andalusien kommt der Gitarrist und Musikproduzent, der das Konzert am 21. November bestreitet: Antonio Andrade. Der Flamenco ist seine Passion. Zumal dem Neffen des Flamenco-Sängers José Menese das Talent gleichsam in die Wiege gelegt wurde. Mit renommierten Musikern wie Javier Barón, Israel Galván, Antonio "El Pipa", Javier Cruz oder Carmen Ledesma stand Andrade schon auf der Bühne und spielte für Flamenco-Fans in aller Welt. "So bemühen wir uns bei den Gitarrentagen stets Künstler zu engagieren, die in der Tradition ihrer Heimat spielen", sagt Petra Schwarz.

Am 28. November klingen die 21. Gitarrentage aus: Zuletzt können Interessenten noch in die "Welt der Mandoline" reisen: Ab 20 Uhr erwarten Mike Marshall und Caterina Lichtenberg das Publikum, um "Musik von gestern bis heute" zu präsentieren. Stücke von Calace, Bach, Leon und Huschert stehen auf dem Programm, auch selten gespielte Klänge von Komponisten wie de Abreau und Antonio Vivaldi. Darüber hinaus stellen Marshall und Caterina Lichtenberg eigene Werke vor.



Alle Termine auf einen Blick

Samstag, 7. November: Gernot Hammrich und Susanne Schumm spielen ab 20 Uhr klassische Musik mit Gitarre und Harfe

Freitag, 13. November: Black Patti spielen ab 20 Uhr Blues Roots

Samstag, 21. November: Flamenco mit Antonio Andrade ab 20 Uhr

Samstag, 28. November: Mike Marshall und Caterina Lichtenberg zeigen ab 20 Uhr "Die Welt der Mandoline"

Alle Konzerte der 21. Bamberger Gitarrentage finden in der Johanniskapelle am Oberen Stephansberg statt. Karten sind im Vorverkauf über den BVD (Lange Straße) und die Telefonnummer 0951/9808220 erhältlich.

 


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