Bamberg
Trendsport

Fußball-Gaudi mit XXL-Airbag

Die Bamberg Phantoms richteten zum ersten Mal ein Bubble-Soccer-Turnier aus. Auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nahmen begeistert teil.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dick eingepackt in riesige Gummibälle treten die Spieler gegeneinander an. Foto: RiegerPress
Dick eingepackt in riesige Gummibälle treten die Spieler gegeneinander an. Foto: RiegerPress
Die vierzehn unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge aus Zapfendorf und die Schüler der Projektklasse der Scheßlitzer Realschule staunten nicht schlecht, als sie zum ersten Mal in der Sporthalle des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums (KHG) Bekanntschaft mit der neuen Trendsportart "Bubble Soccer" machten.

Schließlich schlüpft man bei dieser Art des Fußballspielen vom Kopf bis zu den Knien in riesige Gummibälle, die sogenannten "Bubbles" bzw. "Bumperz". Eingehüllt in diese XXL-Airbags wird dann Fußball gespielt. Mit dem Unterschied, dass es dabei nur eine Regelwidrigkeit gibt: Es ist verboten, den Gegner von hinten anzugreifen. Ansonsten ist alles erlaubt. Es dürfen und sollen sogar gegnerische Spieler, die den Weg versperren, weggeschubst werden. Natürlich gilt es wie beim normalen Fußball auch, möglichst viele Tore zu schießen. Was aber gar nicht so einfach ist.


Erste Meisterschaften

Der Trend kommt übrigens aus Skandinavien und erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Es gibt inzwischen sogar schon erste Meisterschaften.

"Es schaut zwar sehr leicht aus, aber man braucht unglaublich viel Kraft und Ausdauer. Nach den acht Minuten Spielzeit ist man ganz schön ausgepowert", schilderte Cornelius Ball, einer der Turnierteilnehmer. Dennoch, so betonte er, mache es unglaublich viel Spaß und er würde jederzeit wieder in den "Bubble" steigen.

Gespielt wurde vier gegen vier. In den Schlussrunden nur drei gegen drei, da einige der Bubbles sprichwörtlich die Luft ausging. Insgesamt beteiligten sich am Turnier zehn Mannschaften sowie zwei Teams mit Flüchtlingen. "Wir haben ein paar Videos über die neue Sportart gesehen und Spaß daran gefunden. Deshalb kamen wir auf die Idee ein Turnier auszutragen", erläuterte Veranstalterin Sabine Schubert, Erste Vorsitzende der Phantoms Bamberg. Die Mannschaften kamen aus der Region, etwa aus Hof, Bayreuth und Schweinfurt. Da alle Beteiligten ihren Spaß hatten, plant der Verein eine Fortsetzung des Turniers.


Sport verbindet Menschen

Ein positives Fazit zog auch Flüchtlingsbetreuerin Evi Heidinger: "Die Jugendlichen hatten keinerlei Berührungsängste und waren mit Eifer bei der Sache." Zudem hätte Sport einmal mehr bewiesen, dass er Menschen unterschiedlicher Nationen verbindet - und zwar ganz ohne große Worte.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren