Litzendorf

Friedhof in Litzendorf soll in neuem Glanz erstrahlen

Die Erweiterung und Sanierung des Friedhofes steht unmittelbar bevor wie auch die Fortsetzung der Sanierung der östlichen Hauptstraße.
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Der Friedhof in Litzendorf wird umgestaltet und erweitert. Noch im April beginnen die Arbeiten. Foto: Harald Rieger
Der Friedhof in Litzendorf wird umgestaltet und erweitert. Noch im April beginnen die Arbeiten. Foto: Harald Rieger
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Die Gemeinde im Ellertal investiert auch weiterhin kräftig in den Ausbau ihrer Infrastruktur und Ortsteile. So beginnen in den nächsten Tagen die Arbeiten am Friedhof. Er soll in mehreren Bauabschnitten umgestaltet und erweitert werden. Laut Landschaftsarchitekt Jörg Czerwonka, der mit der Ausarbeitung des Gesamtkonzeptes beauftragt wurde, wird zunächst nur der nördliche Teil betroffen sein. Hier soll der Friedhof unter anderem mit einem Begegnungsraum erweitert werden, außerdem soll es künftig zusätzliche Urnengräber geben.

"Vier Stelen für die Urnenbestattung haben wir im Friedhof bereits aufgestellt. Daher reichen im künftigen Urnenkreis sieben anstelle der ursprünglich geplanten neun", schilderte der Landschaftsarchitekt den Gemeinderäten. Zudem sollen weitere 21 Doppelgräber sowie neun Einzelgräber im Urnenkreis angelegt werden. Diese böten dann Platz für bis zu 100 Bestattungen. Mit den Urnenanlagen stehen dann im Erweiterungsbau insgesamt 426 neue Bestattungsmöglichkeiten zur Verfügung.


Ruhe, Stille und Aussicht

Der Begegnungsraum wird nördlich der Aussegnungshalle gebaut und mit einer Grünanlage sowie Sitzgelegenheiten umrandet werden. "Die Außenanlage wird ein zentraler Ort der Ruhe und Stille mit Aussicht auf die schöne Landschaft ", schilderte Czerwonka. Die Vorarbeiten beginnen noch im April. Die eigentlichen Erweiterungs- und Umbauarbeiten sind ab Mai geplant. Im September sind dann noch gestalterische Maßnahmen vorgesehen. Der laufende Betrieb wird gewährleistet sein. Und rechtzeitig zu Allerheiligen soll der Friedhof, wie Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) versicherte, "im neuen Glanz erstrahlen" und für die nächsten 50 bis 80 Jahre keinen Handlungsbedarf mehr aufweisen.

Angehen will die Gemeinde Litzendorf ferner eine zweite Großbaustelle: nämlich die Fortsetzung der Sanierung der östlichen Hauptstraße. Ab dem Lohndorfer Weg in Richtung Naisa soll die Staatstraße neu asphaltiert werden und am Ortseingang in Höhe der Malteserscheune ist eine Querungshilfe vorgesehen, die vor allem Schüler aus dem Baugebiet und Radfahrern eine gefahrlose Überquerung der Straße ermöglichen soll. Inzwischen ist man laut Verwaltung zu dem Entschluss gekommen, sämtliche Gehsteige der Teilstücke Richtung Naisa und Lohndorf zu sanieren. "Wir hoffen allerdings bei der Umbaumaßnahme auf weniger Stress als bei der Ortsdurchfahrt Litzendorf", so Möhrlein. Eine Vollsperrung der Straße sei nur für einen kurzen Zeitraum notwendig - wohl im August während der Schulferien. Das Bauende ist für Ende Oktober vorgesehen.

Aber nicht nur in im Ortsteil Litzendorf wird investiert, sondern auch in Melkendorf. Mit dem einzigen Unterschied: noch nicht sofort. Vielmehr soll hier zunächst das Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEK), welches Litzendorf und Pödelsdorf über 40 Maßnahmen "bescherte", nun auch für Melkendorf fortgesetzt werden. "Ende Februar hat die Gemeinde die Brauerei und Gaststätte Winkler gekauft und wird in Kürze in den Besitz der Kommune übergehen", schilderte Bürgermeister. Daher soll nun der gesamte zentrale Raum rund um die ehemalige Brauerei entwickelt werden.


Was wird aus der Gaststätte?

In Sachen Gaststätte ist derzeit geplant, dass im ersten und zweiten Stock auf befristete Zeit Asylsuchende untergebracht werden. "Wie es mit der Gaststätte selbst weitergeht, entscheiden wir noch", unterstrich Möhrlein. Dazu sollen zunächst die Vereine befragt werden, welche Nutzung sie sich wünschen. Und anschließend werden die Bürger um ihre Meinung gebeten. "Mit dem Kauf haben wir klare Verhältnisse geschaffen. Denkbar ist unter anderem, dass auf dem 4000 Quadratmeter großen Brauereigelände mal ein Feriendomizil entstehen könnte", sagte Möhrlein. Allerdings müsse alles für die Gemeinde trag- und finanzierbar sein. Dazu biete das Stadtbauliche Entwicklungskonzept, welches auch die Otterstraße und den Grasigen Weg einschließe, eine gute Chance. Die Räte sahen es ebenso und stimmten ohne Gegenstimme der Entwicklung eines Konzeptes zu.

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