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Bamberg
Kurzinterview

Fit in den Frühling: Regelmäßige sportliche Betätigung hilft

Kurz hat er schon vorbeigeschaut, bald wird er uns dauerhaft beglücken: der Frühling.
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Deniz Bozkurt
Deniz Bozkurt
Kurz hat er schon vorbeigeschaut, bald wird er uns dauerhaft beglücken: der Frühling. Wie man am besten in die Jahreszeit startet und seinen Körper entsprechend fit macht, darüber sprachen wir mit Deniz Bozkurt, dem Geschäftsführer, Inhaber und Personal-Trainer im One-More-Fitness-Club.

Wie macht sich ein Sportmuffel nach der langen Winterpause wieder fit?
Deniz Bozkurt: 90 Prozent der Menschen, die zu uns kommen, machen den Fehler, dass sie hauptsächlich im Sommer und nicht ganzjährig trainieren. Ich rate vor allem Sportanfängern, das ganze Jahr über Sport zu treiben. Als Ausdauersportarten empfehle ich Schwimmen, Radfahren, Inlineskates und Laufen. Letzteres jedoch nur, wenn vorher eine Laufanalyse durchgeführt wurde. Zu Beginn kommt jedoch immer erst der Kraftsport, bzw. das Arbeiten mit körpereigenem- und Zusatzgewicht. Grundsätzlich sollte man, wenn möglich, zu festen Zeiten trainieren: ein, zwei Tage pro Woche, je etwa 45 bis 60 Minuten. Danach kann die Häufigkeit nach und nach, bzw. nach Bedarf und Zieldefinition gesteigert werden.

Welche Sportübungen würden Sie den Sportanfängern empfehlen?
Zunächst möchte ich betonen, dass alle Angaben nur mit der Voraussetzung gelten, dass die Person, die mit Sportübungen anfängt, keine körperlichen Beschwerden hat. Am Morgen, direkt nach dem Aufstehen, sind Übungen wie Kniebeugen, Liegestütze sowie Unterarmstütz ratsam. Sie bringen den Kreislauf in Schwung und man startet voller Energie in den Tag.

Anfangen sollte man mit 10-15 Wiederholungen und zwei bis drei Sätzen. Mit der Zeit kann man die Anzahl der Wiederholungen und Sätze langsam steigern. Es ist natürlich immer ratsam, gemeinsam mit einem Coach zu trainieren oder sich zumindest hin und wieder bei der Ausführung der Übungen einen professionellen Rat einzuholen. Nur so kann garantiert werden, dass das, was man tut, auch wirklich effektiv ist. Wichtig: Man sollte eine Eingewöhnungsphase von sechs bis acht Wochen mit einberechnen, in der man zunächst nur 30-45 Minuten effektiv trainieren kann.

Was empfehlen Sie mindestens als sportliche Betätigung pro Woche?
Alles, was unter zwei Stunden pro Woche dauert, ist definitiv zu wenig. Man sollte also mindestens zwei Stunden pro Woche Sport treiben. Zwischen den Sporteinheiten sollte man auch Pausen einlegen. Ein bis zwei Tage nach dem Sport sollte man dem Körper Ruhe gönnen. Dies ist für die Regeneration wichtig. Ratsam ist ebenfalls, immer an gleichen Wochentagen und zu bestimmten Uhrzeiten zu trainieren. So kann man auch selbst besser beurteilen, wie sich die Leistung steigert.

Was sollte man beachten bei der Wahl der Sportbekleidung?
Die Schuhe sind hier am wichtigsten! Empfehlenswert ist festes Schuhwerk, das auf das jeweilige Training angepasst ist. Geht es um die Ausdauersportarten, ist hier der Laufschuh das A und O. Der Schuh muss der Anatomie des Fußes entsprechen und bequem sein. Für Kraftsportarten eignen sich stabile Schuhe mit einer harten und dünnen Sohle. Die Kleidung soll vor allem bequem sein, denn schließlich ist es wichtig, sich beim Sport wohl zu fühlen.

Welche Tipps können Sie im Bezug auf die Ernährung geben?
Wichtig ist, viel Wasser zu trinken. Damit es nicht ganz so langweilig wird, kann man sich frische Zitronenscheiben, Ingwer oder Beeren mit hineinmischen. So hat man ein erfrischendes und leckeres Getränk und tut seinem Körper gleichzeitig etwas Gutes. Morgens rate ich, sich eiweiß- und fettreich sowie kohlenhydratarm zu ernähren. Mittags empfehle ich etwa zwei Hände voll Fleisch oder Fisch, eine Hand Gemüse oder Ballaststoffe sowie eine halbe Hand Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Abends sollte man etwas Leichtes essen: einen frischen Sommersalat mit hellem Fleisch oder zum Beispiel eine knackige Gemüsepfanne mit Fisch. Diese Speisen sind leicht verdaulich und der Magen muss nicht die ganze Nacht daran arbeiten, es zu verwerten. Der Körper bleibt somit entspannt und man fühlt sich am nächsten Morgen erholt und fit.

Die Fragen stellte
Iryna Zakoretska

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