Der achtjährige Sven aus Rattelsdorf strahlt über beide Ohren. Erfolgreich hat er soeben ein zweistöckiges Haus gelöscht. Klar, es handelt sich hier nicht um ein richtiges Gebäude, doch Sven fühlt sich in diesem Moment wie ein echter Feuerwehrmann. Viel Spaß hatten die Kinder, aber auch die erwachsenen Besucher beim Tag der offenen Tür der Jugendfeuerwehr Ebing.

Seit 1992 gibt es in Ebing eine Jugendfeuerwehr. Zum 20. Geburtstag hatten sich die Jugendwarte Isabel Hartig und Florian Schneiderbanger, die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr und viele weitere Mithelfer für diesen Tag einiges einfallen lassen. Großen Spaß hatten die Kinder, die den auf der Grünfläche nahe des Ebinger Feuerwehrhauses aufgebauten "Feuerwehr-Spieleparcours”absolvierten. Hierbei galt es, ein brennendes Haus zu löschen, wobei die "Flammen” in den einzelnen Stockwerken mittels eines durchdachten Klappmechanismus "ausgingen”, einen Feuerwehrknoten zu binden oder auf einem Hindernisweg Wasser zu transportieren.

Eine ganze Reihe von Feuerwehren aus dem Landkreis Bamberg präsentierten ihre Fahrzeuge und erklärten den Besuchern die Funktion der Ausstattungsgegenstände. "Ein Außerirdischer” ruft ein Kind lachend, als sich jemand in einem dicken blauen Anzug den staunenden Jungen und Mädchen nähert. "Keine Angst, das ist kein Außerirdischer”, meint Andreas Schnapp, Kommandant der Ebinger Feuerwehr schmunzelnd und erklärt, was es mit der seltsamen Gestalt auf sich hat: "Da steckt ein Feuerwehrmann drin, der ist in einen Chemikalienschutzanzug geschlüpft. Einen solchen Anzug braucht die Feuerwehr, um sich bei Einsätzen vor giftigen Stoffen zu schützen.”

Bei einer Bilderschau im Feuerwehrhaus konnten sich die Besucher einen Eindruck verschaffen von der Entwicklung der Ebinger Jugendfeuerwehr von ihren Anfängen. Im Obergeschoss wurde ein Film gezeigt, in dem sich die Jugendfeuerwehr Ebing präsentiert und in dem deutlich wird, warum es sich lohnt, selbst bei der Feuerwehr mitzumachen.

Die Erwachsenen hatten die Möglichkeit, in den Korb einer Feuerwehrdrehleiter zu steigen und sich rund 30 Meter in die Höhe befördern zu lassen. Manche mussten dafür ihren ganzen Mut zusammen nehmen, wenngleich ein Feuerwehrmann mit in den rundum geschlossenen Korb stieg und mittels eines Seils zusätzlich für Sicherheit gesorgt war. Doch die Überwindung lohnte sich und wurde mit einer blendenden Aussicht belohnt.