Gegen 14 Uhr "sprang" die Brandmeldeanlage der Ebracher Jugend-Justizvollzugsanlage (JVA) an. Betroffen: Die Schreinerei. Fehlarlarm oder Feuer? Die Beamten der Torwache ließen dies umgehend von Kollegen vor Ort klären. Tatsächlich gab es einen Anlass für den Alarm - starke Rauchentwicklung in einem Nebenraum der Schreinerei, was auf ein Feuer schließen ließ. Sofort leiteten die Beamten die nächsten Schritte des Notfallplans ein und lösten den Sirenen-Alarm aus. Minuten später waren die Ebracher Feuerwehren vor Ort, hatten das Feuer rasch im Griff und mit der Hilfe von Atemschutzgeräteträgern umgehend eliminiert.
"Zum Glück ist niemand ist zu Schaden gekommen", zeigt sich der Anstaltsleiter, Gerhard Weigand, nach dem Einsatz spürbar erleichtert.
In der Ebracher JVA sind derzeit 318 Gefangene untergebracht. Die im Zentrum der Anstalt gelegene Schreinerei ist einer von insgesamt zwölf anstaltseigenen Ausbildungsbetrieben mit 61 Ausbildungsplätzen.
Weigand zufolge befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes acht Gefangene in der Schreinerei. Mit dem Alarm wurden sie von ihren Ausbildern und weiteren Bediensteten in die Unterkünfte gebracht.

In der Absauganlage


Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer in der Absauganlage der Gefängnis-Schreinerei ausgebrochen. Die Polizei war vor Ort und wird der Brandursache heute weiter auf den Grund gehen.
Die Höhe des bei dem Feuer entstandenen Sachschadens beziffert Gerhard Weigand nach ersten vorsichtigen Schätzungen im niedrigen vierstelligen Euro-Bereich.