Bamberg
Sternsingeraktion

Erzdiözese Bamberg sendet 750 Sternsinger aus

Am Auftakt der diözesanen Sternsingeraktion in Bamberg nahmen rund 750 "gekrönte" Häupter aus allen Teilen der Erzdiözese Bamberg teil. Sie haben sich erneut ein gutes Sammelergebnis als ehrgeiziges Ziel gesetzt.
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Die Sternsinger machen sich von St. Otto auf ihren Weg durch die Stadt. Foto: RiegerPress
Die Sternsinger machen sich von St. Otto auf ihren Weg durch die Stadt. Foto: RiegerPress
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Die Heiligen Drei Könige machten sich zusammen mit Erzbischof Ludwig Schick von der Ottokirche auf den Weg in den Dom.
Luisa, Mirya, Tim, Marius, Elisabeth und viele mehr nahmen am Auftakt der diözesanen Sternsingeraktion in Bamberg teil und trotzten gestern dem Winterwetter.
Mit ihren "königlichen" Gewändern marschierten sie als Könige Kaspar, Melchior und Balthasar zusammen mit weit über 700 anderen Sternsingern aus allen Teilen der Erzdiözese Bamberg von der Ottokirche durch die Fußgängerzone hinauf zum Dom. Dabei hielt sie auch nicht der zum Teil heftige Schneefall ab.

Ermutigung des Bischofs

Zumal sie zuvor in der Kirche St. Otto von Erzbischof Ludwig Schick, der übrigens selbst gemeinsam mit den Sternsingern den Weg beschritt, ermutigt wurden. "Ministranten sind treue Helfer. Sie sind immer da, wenn man sie in der Kirchengemeinde braucht. Aber Sternsinger sind nicht nur treu, sondern auch noch wetterfest", sagte Schick im Rahmen eines kleinen Gottesdienstes. Zudem sollten die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg zum Dom auch daran denken, dass im Irak und in Syrien gerade ebenfalls Winter sei, und dass die Kinder dort ebenfalls die Kälte und den Winter überstehen müssten.

"Solidarisch zeigen"

"Und wenn wir uns mit ihnen solidarisch zeigen und auch für sie sammeln, damit ihr Weg besser wird, dann wird unser Weg heute gefühlsmäßig ein Spaziergang durch den Sonnenschein", sagte Schick weiter. Danach machten sich die Sternsinger auf den Weg und folgten dabei einer großen selbstgebastelten Krone.
Nach rund einer Stunde Fußmarsch und dreimaligem Halt, wo die Sternsinger Lieder sangen, begleitet vom Posaunenchor aus Schönberg, kam die große Gruppe am Dom an. Mittendrin waren auch Luisa und ihre Sternsingerkollegen aus der Pfarrei St. Gangolf.

"Ich bin schon zum dritten Mal bei den Sternsingern dabei. Eine Aussendung mit Prozession mache ich allerdings zum ersten Mal mit", erzählte die Elfjährige. Es sei aber trotz des Wetters ein schöner Marsch gewesen. Zumal sie auch viele bewundernde und freundliche Blicke von Passanten bekommen hätten.
"Gerade die Freude, die uns die Menschen bei unserer Sammelaktion entgegenbringen, ist für mich ein Grund, jedes Jahr bei den Sternsingern mitzumachen", erläutert Luisa. Außerdem möchte sie mit dem gesammelten Geld anderen Kindern helfen, denen es nicht so gut geht.

Dom war randvoll besetzt

Erzbischof Ludwig Schick hingegen gab im randvoll besetzten Dom den Sternsingern drei Dinge mit auf den Weg: Zum einen sollten sie fest davon überzeugt sein, dass sie mit ihrer Sammelaktion etwas Gutes und Großes tun könnten. Denn mit dem Geld könnten in Ländern wie den Philippinen und auch in anderen Ländern Asiens, Afrikas und Zentralamerikas Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser sowie andere wichtige Einrichtungen für Kinder gebaut werden. "Und zweitens verbreitet bitte, wenn ihr von Haus zu Haus geht, viel Optimismus und Glaube, dass die Welt besser gemacht werden kann", sagte Schick. Und drittens sollten alle Sternsinger mit einer bewussten und gesunden Lebensweise dazu beitragen, den Hunger auf der Welt zu stillen. Denn noch immer müssten von sieben Milliarden Menschen auf der Welt rund 1,8 Milliarden an Hunger leiden.

Hierzulande im Überfluss

Im Gegenzug dazu würden gerade in Deutschland Lebensmittel, die es im Überfluss gebe, weggeworfen. "Ansonsten wünsche ich euch eine gute Zeit, sammelt fleißig und bringt viel Freude und Segen in die Häuser", sagte der Erzbischof zum Schluss.

Auf Zetteln hatten die Sternsinger bei diesem Wortgottesdienst ihre Wünsche für sich und die Kinder weltweit geschrieben und diese auf die große goldene Krone geklebt.

Die Sternsingeraktion wird gemeinsam getragen vom Bund der Katholischen Jugend (BDKJ) und dem Kindermissionswerk. Das Motto heuer lautet "Segen bringen. Segen sein. Für gesunde Ernährung auf den Philippinen und weltweit".

Zwischen dem Neujahrstag und dem Dreikönigstag am 6. Januar werden in der gesamten Erzdiözese rund 6000 Kinder und Jugendliche unterwegs sein. Sie ziehen durch die Straßen ihrer Dörfer und Städte und sammeln Geld für ihre Altersgenossen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Philippinen sind heuer Schwerpunkt.
Im Jahr 2014 sammelten Kaspar, Melchior und Balthasar bundesweit rund 42,3 Millionen Euro, davon etwa 1,44 Millionen im Erzbistum Bamberg.
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